Christliche Hilfsorganisationen rufen zu Spenden für Opfer der Flut in Südasien auf

Flut in Südasien

Foto: dpa/Rajanish Kakade

Ein Mann watet am 29.08.2017 in Mumbai (Indien) über eine überflutete Straße.

Christliche Hilfsorganisationen rufen zu Spenden für Opfer der Flut in Südasien auf
Seit Anfang August überschwemmen starke Monsunregenfälle in Nepal, Indien und Bangladesch den Lebensraum von insgesamt 41 Millionen Menschen. 461.000 Menschen mussten ihr Zuhause bereits verlassen. Christlichen Hilfswerke helfen vor Ort und rufen zu Spenden auf.

Die Flutkatastrophe in Südasien trifft nach Abgaben christlicher Hilfsorganisationen vor allem die ärmsten Teile der Bevölkerung. In den ländlichen Gebieten Indiens, Bangladeschs und Nepals seien hunderte Dörfer völlig zerstört. Die Diakonie Katastrophenhilfe, das katholische Hilfswerk Misereor und das christliche Hilfswerk World Vision haben mit Hilfsmaßnahmen in betroffenen Gebieten begonnen.

Bei Überschwemmungen kamen seit Juni bereits 1.500 Menschen ums Leben. Im indischen Bundesstaat Assam leben 200.000 Menschen in Notaufnahmelagern, in Nepal wurden 48.000 Häuser überflutet. Und über die unmittelbare Gefahr der Wassermassen und Erdrutsche hinaus droht der Ausbruch gefährlicher Krankheiten durch verseuchtes Wasser. 

Die betroffene Bevölkerung benötigt vor allem sauberes Trinkwasser, Notunterkünfte, Alltagsutensilien und Hygieneartikel sowie Hilfe bei der Ernährungssicherung.

Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist in den letzten Tagen sichtbar geworden: In Nepal sind ganze Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten und nur per Helikopter erreichbar. Mehr als 65.000 Häuser wurden zerstört und Straßen, Brücken, Schulen und Krankenhäuser schwer beschädigt. In einigen Regionen wurden die stärksten Regenfälle seit 60 Jahren gemessen. Inzwischen mussten mehr als 461.000 Menschen ihr Zuhause verlassen – zu groß sind die Schäden an ihren Häusern.

Doch nicht nur die Infrastruktur im Süden des Landes ist schwer beschädigt: Viele Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. So wurden etwa 80.000 Hektar Ernte zerstört, mehr als 70.000 Nutztiere sind verendet. Diese gilt es nun zu bergen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.

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