Die Reformation und die Medien

Hate speech im Internet

Foto: Getty Images/iStockphoto/Kagenmi

Mit "Hate speech" beschäftigen sich Journalisten anlässlich der Medien-Themenwoche der Weltausstellung Reformation.

Die Reformation und die Medien
Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik bei der Medien-Themenwoche in Wittenberg
Den Umgang mit Hasskommentaren beschäftigt zur Themenwoche "Medien" der Weltausstellung Reformation in Wittenberg chrismon-Chefredakteurin Ursula Ott, Margot Käßmann und die stellvertretende Politikchefin der "Bild am Sonntag", Angelika Hellemann. Außerdem ließt Arnd Brummer, der geschäftsführende Herausgeber und Chefredakteur von chrismon, aus seinen Kolumnen und Burkhard Weitz erklärt geflüchteten Journalisten die Reformation vor Ort.

Mittwoch, 23.8.2017 und Donnerstag, 24.8.2017 und Freitag, 25.8.2017, jeweils

15 Uhr
Martin Luther – der erste Journalist?

Ein Vortrag (mit Diskussion) von Arnd Brummer (geschäftsführender Herausgeber und Chefredakteur von chrismon)
Martin Luthers Sendbrief vom Dolmetschen (1530) wurde von Egon Erwin Kisch an die Spitze seiner Anthologie des klassischen Journalismus gesetzt. Luther verteidigt in dem Brief seine Bibelübersetzung in umgangssprachliches Deutsch. Sein Thema: Wie kommt man ohne Verfälschung der Inhalte mit einem Text in die Lebenswirklichkeit der Menschen? Bekanntes Zitat aus dem Sendbrief: "Man muss dem Volk aufs Maul schauen."

16 Uhr
Im Himmel sind die Allerletzten

Eine Lesung (mit Diskussion) von Arnd Brummer
Jeden Monat freut sich ein großes Publikum auf die kleinen, heiter erzählten Alltagsgeschichten in Arnd Brummers Kolumne. Wagt man mit ihm den Blick unter die Oberfläche des oftmals nur scheinbar Alltäglichen, erschließen sich tiefe Einsichten in die großen Themen des Lebens.

Ort Mediencafé GEP (Neustraße, gegenüber Melanchthon-Gymnasium)

Bildergalerie

Spontanurlaub? Die Weltausstellung in Wittenberg ruft!

Die größte Bibel der Welt

Martin Jehnichen/r2017.de

Die größte Bibel der Welt

Martin Jehnichen/r2017.de

Gleich am Bahnhof werden die Besucher*innen in Wittenberg von der größten Bibel der Welt empfangen. In dem Turm, den man erklettern kann, ist der ganze Text der Lutherbibel 2017 zu lesen - Altes und Neues Testament.

Blick über die Lutherstadt

Martin Jehnichen/r2017.de

Aus 27 Metern Höhe können Besucher vom Bibelturm ihren Blick über Wittenberg schweifen lassen. "Welcome" - Willkommen - heißt dieser erste von sieben Torräumen. Wie der Rest der Weltausstellung der Reformation ist der Bibelturm von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Stege aus Metall

Martin Jehnichen/r2017.de

Die Tore und ihre Themenbereiche sind rund um die Wittenberger Altstadt angeordnet. Die Gestaltung aller sieben Tore wurde von Studierenden vorgeschlagen, eine Jury wählte die Gewinner-Vorschläge aus. Der zweite Torraum heißt "Spiritualität". Luftige Metallstege auf dem so genannten Bunkerberg öffnen den Blick nach unten.

Spiegelkreuz in Wittenberg

Martin Jehnichen/r2017.de

Im Zentrum des Torraums "Spiritualität" kann man dann wieder nach oben schauen: Die Metall-Stege laufen auf das Spiegelkreuz in der Mitte zu. "Die Suche nach mir selbst" haben die Studierenden ihren Entwurf genannt. Auch die Brüstungen der Metallstege sind verspiegelt, Besucher*innen werden der Inszenierung.

Künstlicher Wald

Martin Jehnichen/r2017.de

Der Torraum "Jugend" beginnt mit einem künstlichen Wald. Fast 500 Baumstämme zeigen das Leben als ständigen Wechsel zwischen Hochs und Tiefs, so wie sich Jugendliche in diesem besonderen Lebensabschnitt eben fühlen.

Klettern über Wittenbergs Dächern

Martin Jehnichen/r2017.de

Die Jugend - und wer sonst noch will - trifft sich dann im "youngPOINTreformation". Die Türme beherbergen das Bewegungszentrum der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend. Ein inklusiver Hochseilgarten fordert Wagemutige heraus, aber wer sich nicht traut, kann im Innenraum in der Ausstellung nach dem "Guten Leben für alle" suchen. Wie bewahren wir das Klima? Wie gelingt ein solidarisches Europa? Verantwortung im digitalen Zeitalter und vor allem: Welche Rolle spielt der Glaube dabei?

Flüchtlingsboote im Schwanenteich

Martin Jehnichen/r2017.de

"Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" finden Besucher*innen im vierten Torraum. Am Schwanenteich in Wittenberg können Besucher*innen aus Holzbooten, wie Flüchtlinge sie nutzen, um nach Europa zu kommen, gemeinsam etwas Neues bauen.

Sakralraum aus Holz in Wittenberg

Martin Jehnichen/r2017.de

Die Bauten im vierten Torraum sind alle nachhaltig gebaut, wie dieser sakrale Raum. Auch die Möbel im Transformationspavillon sind sozial- und umweltgerecht produziert. Wer wissen will, wie der Weg in eine bessere Zukunft aussehehen könnte, kann sich hier schlau machen.

Lichtkirche und Segen

Martin Jehnichen/r2017.de

Diese Lichtkirche steht im Torraum fünf, Thema "Globalisierung". Die mobile Kirche aus Acrylglas und Holz aus der EKHN verwandelt sich nachts in eine farbige Licht-Installation. Drumherum können Besucher*innen viele verschiedene Varianten von Segen erleben - unter anderem auch den Segensroboter.

Interviewpavillon zu Globalisierung

Martin Jehnichen/r2017.de

Einer der Experimentierräume zu "Globalisierung und Eine Welt" ist dieser Interviewpavillon. Außerdem stehen dort auch kleine gläserne Anhänger auf den Parkflächen, augenzwinkernd "Glaspaläste" getauft. Der Name ist ein Verweis auf das Wahrzeichen der ersten Weltausstellung 1851 in London, den Crystal Palace. Damals stand Globalisierung für Entgrenzung, Freiheit, Gerechtigkeit und unendliche Möglichkeiten für alle. Die Glaspaläste in Wittenberg bilden nun einen reformierten Gegenentwurf.

Himmelszelt und House of One

Martin Jehnichen/r2017.de

Sogar Katholiken finden sich in der Weltausstellung der Reformation. Im Torraum "Ökumene und Religion" präsentieren sich aber nicht nur Bistümer und andere Institutionen, sondern auch andere Religionen: Im "House of One" versammeln sich Juden, Christen und Muslime, und auch Glaubensfeste aus Buddhismus und Hinduismus kann man hier kennenlernen.

Seelsorge im Riesenrad

Martin Jehnichen/r2017.de

Ein Höhepunkt im wörtlichen Sinne ist das Riesenrad, 30 Meter hoch. Wer möchte, kann auf der Fahrt mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger sprechen, denn die Gondeln sind selbst schon ein geschützter Raum, der dann hoch über Wittenberg schwebt. Man kann aber auch einfach so mitfahren, wenn man nur die Aussicht genießen will.

Kultur bei Tag und Nacht

Martin Jehnichen/r2017.de

Auch Kultur findet sich in der Weltaussstellung der Reformation, besonders im gleichnamigen Torraum "Kultur": Auf der einen Seite präsentiert sich in alten Gefängnismauern zeitgenössische Kunst in der Ausstellung "Luther und die Avantgarde". Auf der anderen Seite findet sich die große Open-Air-Bühne des #Reformationssommers vor den altehrwürdigen Mauern der Schlosskirche, wo auch abends noch Konzerte sind.

Luther und die Avantgarde

Martin Jehnichen/r2017.de

Das alte Gefängnis in Wittenberg beherbergt die Ausstellung "Luther und die Avantgarde". Das Kombiticket "Weltausstellung Reformation"
für 19 Euro (14 Euro ermäßigt) schließt den Besuch der Ausstellung "Luther und die Avantgarde" mit ein.

Paradiesgarten

Martin Jehnichen/r2017.de

Kultur kann man sich auch von unten anschauen. Im Paradiesgarten finden sich hängende Gärten, Kompoststädte und warme Wasserfontänen. Der Paradiesgarten ist so gebaut, dass die Pflanzen, der Kompost und das Wasser einen Kreislauf für einen sich selbst reformierenden und immer wieder erneuernden Garten ergeben.

Reflektierende Kultur

Martin Jehnichen/r2017.de

Wenn es dunkel wird, erhellen die Lichtstelen der Installation "Reflecting Culture" den Torraum Kultur. Sie sollen zum Nachdenken über die Doppeldeutigkeit anregen: reflektierende Kultur oder Kultur reflektieren?

Konzert am Wittenberger Schloss

Martin Jehnichen/r2017.de

Wenn die Weltausstellung täglich um 18 Uhr zu Ende geht, ist es aber noch lange nicht vorbei. Vor der Bühne am Schloss können bis zu 5.000 Menschen abends besondere Konzerte erleben: unter freiem Himmel und vor historischer Kulisse. <a href="https://r2017.org/nc/weltausstellung/programm/kalender/">Das ganze Programm der Weltausstellung der Reformation finden Sie auf r2017.org</a>.

Samstag, 26.8.2017

11 bis 17 Uhr
Von Wittenberg in die Welt

Mitmachaktion #reformaction2017 mit neuer Challenge
Mit der Mitmachaktion #reformaction2017 bringt evangelisch.de unter dem Motto "Gemeinsam Großes bewegen" Menschen zusammen und zeigt so, dass Glaube bewegt und verbindet. Für diese Challenge werden 500 Bilder und Stop-Motion-Filme mit dem Playmobil-Luther an markanten Orten gesucht. Im Mediencafé GEP erhalten Sie heute eine Playmobilfigur Luther gratis. Nehmen Sie die Figur mit und fotografieren oder filmen Sie diese auf Ihrem Weg durch Wittenberg.
Jetzt mitmachen und hier hochladen http://www.reformaction2017.de/vonwittenberg-in-die-welt

Ort: Mediencafé GEP (Neustraße, gegenüber Melanchthon-Gymnasium))

Sonntag, 27. August,

14 bis 15 Uhr
Digitale Diskriminierung. Wie umgehen mit Hasskommentaren im Netz?

mit: Margot Käßmann (EKD-Botschafterin des Reformationsjubiläums und chrismon-Mitherausgeberin), Angelika Hellemann (stv. Politikchefin, Bild am Sonntag), Ursula Ott (chrismon-Chefredakteurin)

Ort: Exerzierhalle (Lutherstraße 56)

Montag, 28.8.2017

12:30 – 17 Uhr
Die Reformation, für Geflüchtete erklärt

Offene Führung von chrismon-Redakteur Burkhard Weitz
chrismon-Redakteur Burkhard Weitz erklärt Kollegen von der arabisch-persischen Nachrichtenplattform amalberlin.de die Reformation und zeigt dabei einige Höhepunkte der Weltausstellung in Wittenberg. Eine offene Führung für alle, die den fremden Blick auf unser kulturelles Erbe erleben wollen. Am Rande der Führung ist es möglich, mit geflüchteten Journalisten ins Gespräch zu kommen.

Ort Mediencafé GEP (Neustraße, gegenüber Melanchthon-Gymnasium)

Meldungen

Top Meldung
Nach der schweren Explosion in Beirut
Nach der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut haben evangelische und katholische Kirche rasche Finanzhilfen angekündigt und um weitere Spenden gebeten.

aus dem chrismonshop

Das chrismon-Familienjahrbuch
Warum beginnt das Kirchenjahr im Dezember? Wie nennen die Astronomen den Morgenstern? Und wie geht noch mal das berühmte Lied dazu? Das neue Jahrbuch für Familien mit kleinen...