UN: 300 Millionen Dollar gegen Hungersnot in Somalia nötigt

Ein Mädchen steht am 14.05.2017 in Afraaga (Somalia) neben einem mit Wasserkanistern beladenen Esel.

Foto: dpa/Joe Giddens

In Ostafrika hungern Millionen Menschen. In Somalia (Foto) droht sogar eine Hungersnot.

UN: 300 Millionen Dollar gegen Hungersnot in Somalia nötigt
Das Welternährungsprogramm (WFP) benötigt bis zum Jahresende 300 Millionen US-Dollar, um eine Hungerkatastrophe in Somalia abzuwenden.

Nur durch eine Verfünffachung der Hilfe seit Jahresbeginn habe bislang eine Eskalation der Lage verhindert werden können, sagte der WFP-Direktor für das ostafrikanische Land, Laurent Bukera, am Dienstag in Genf. Sollte die Hilfe nachlassen, seien 3,2 Millionen Somalier unmittelbar vom Hungertod bedroht. Dies sei auch deshalb der Fall, weil wegen der anhaltenden Dürre erneut eine Ernte ausgefallen sei.

500.000 hilfsbedürftige Somalier können nach Bukeras Angaben derzeit nicht erreicht werden. Sie leben in Gebieten, die von der Terrorgruppe Al-Shabaab kontrolliert werden. Seit Januar sind 700.000 Somalier in Gebiete mit besserer Versorgung geflohen. Insgesamt sind 1,8 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Neben Dürre und Hunger sind auch die anhaltenden Gefechte zwischen Armee und Al-Shabaab dafür verantwortlich.

Die bisherigen Erfolge bei der Versorgung der Hungernden führt Bukera auch auf die zunehmende Ausgabe elektronischer Geldkarten zurück. Ein Drittel aller Hilfen für gut eine Million Haushalte werde inzwischen über Geldkarten geleistet, die bei mehr als 700 Händlern in Somalia zur Bezahlung von Lebensmitteln eingesetzt werden könnten. Gerade in Gegenden, die zu unsicher für Lebensmittelverteilungen seien, könnten so sehr viel mehr Menschen erreicht werden.

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