"Tatort"-Schauspielerin Schudt geht wieder öfter in die Kirche

Die Schauspielerin Anna Schudt findet in der Kirche einen Raum ohne Ansprüche an sie. "In der letzten Zeit bin ich wieder häufig in der Kirche", sagte die 43-Jährige dem evangelischen Monatsmagazin "chrismon" (April-Ausgabe). "Sie ist für mich ein Raum, in dem ich außerhalb bin von Gewusel und Gewirre, außerhalb von Ansprüchen an mich - ob die nun von mir selbst kommen oder von anderen."

Sie begebe sich dort in etwas Größeres, erläuterte Schudt, die im Dortmunder "Tatort" als Hauptkommissarin Martina Bönisch ermittelt. "Ich begebe mich in einen Raum, wo ich innehalte und still bin und zulasse, dass es etwas anderes gibt als mich."

Als kleines Mädchen habe sie sich mit Jesus sehr verbunden gefühlt, sagte Schudt. Sie habe in ihrem Zimmer eine große Gebetstruhe gehabt. "Ich habe oft davor gekniet. Jesus hat mich begleitet, er war an meiner Seite." Einmal habe aber jemand ihren "Jesusquatsch" kritisiert. Das sei "wie eine Guillotine" gewesen: "Die Verbundenheit war mit einem Mal weg, wie abgeschnitten." Sie habe dann nicht mehr gebetet, berichtete die Schauspielerin. "Das war sehr schade, denn ich weiß noch, wie innig das war."

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