Tafeln fordern Sofort-Maßnahmen gegen Armut

Eine Mitarbeiterin der Berliner Tafeln verteilt in Berlin Obst an Bedürftige.

Foto: dpa/Stefan Schaubitzer

Eine Mitarbeiterin der Berliner Tafeln verteilt in Berlin Obst an Bedürftige.

Tafeln fordern Sofort-Maßnahmen gegen Armut
Der Bundesverband Deutsche Tafel hat von der Politik Sofortmaßnahmen gegen die wachsende Armut im Land gefordert. Die Zahl von armutsbetroffenen Menschen nehme immer weiter zu, erklärte Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes, am Montag in Berlin anlässlich des "Tages der sozialen Gerechtigkeit" am 20. Februar.

"Viele Bürger müssen neben staatlichen Hilfsleistungen die unmittelbare Unterstützung von Ehrenamtsorganisationen wie den Tafeln in Anspruch nehmen." Während die deutsche Wirtschaft floriere, blieben die Einkommen der meisten Beschäftigten weit hinter der Entwicklung der Gewinne und Vermögen zurück, betonte Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel, am "Tag der sozialen Gerechtigkeit".

In einem solidarischen Deutschland müssten zudem die Entwicklungschancen gerecht verteilt werden, so der Tafel-Chef weiter. Nötig seien Staatsinvestitionen in die Bildung von Kindern, armutsfeste Mindestrenten und in Leistungen zur Existenzsicherung wie beispielsweise die Erhöhung der Hartz IV-Sätze. Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten müssten gefördert werden, um insbesondere Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren.

Den Angaben zufolge sammeln rund 60.000 Ehrenamtliche bei bundesweit mehr als 900 gemeinnützigen Tafeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und verteilen diese regelmäßig an bis zu 1,5 Millionen Bedürftige.

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