Spitzenrepräsentanten der evangelischen Kirche reisen zum Papst

Papst Franziskus empfängt eine Delegation der EKD unter Leitung von Heinrich Bedford-Strohm.

Foto: epd-bild/Osservatore Romano/Jürgen Blume

Papst Franziskus empfängt eine Delegation der EKD unter Leitung von Heinrich Bedford-Strohm (re).

Spitzenrepräsentanten der evangelischen Kirche reisen zum Papst
Spitzenvertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) reisen am Wochenende nach Rom, um am Montagmorgen Papst Franziskus zu treffen. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm nannte die Audienz im Vatikan einen "Meilenstein auf dem Weg zu einem ökumenisch gestalteten Reformationsjubiläum 2017". Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation.

Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der legendäre Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. Im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten wird der 500. Jahrestag mit einem starken ökumenischen Akzent gefeiert. So war Papst Franziskus am 31. Oktober vergangenen Jahres auf Einladung des Lutherischen Weltbundes in das schwedische Lund gereist, um an der Eröffnung des Festjahres teilzunehmen.

Die EKD und die katholische Deutsche Bischofskonferenz haben vereinbart, das Jubiläum als Christusfest zu feiern. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, begleitet die Spitzenvertreter der rund 22,3 Millionen deutschen Protestanten am Montag zum Papst. Als Gastgeschenk will die evangelische Delegation dem Pontifex eine Ausgabe der neuen Lutherbibel überreichen, die anlässlich des Reformationsjubiläums grundlegend überarbeitet worden war.

Zur Delegation der EKD unter Leitung Bedford-Strohms gehören neben anderen die stellvertretende Ratsvorsitzende, die westfälische Präses Annette Kurschus, die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, sowie weitere Ratsmitglieder.

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