Schutzprogramm für Frauen und Kinder in Asylheimen wird ausgebaut

Eine Frau trägt in der Zeltstadt einer Erstaufnahmeeinrichtung in Rheinland-Pfalz ihr Kind auf dem Arm. Die Initiative zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften wird deutlich ausgebaut.

Foto: dpa/Harald Tittel

Eine Frau trägt in der Zeltstadt einer Erstaufnahmeeinrichtung in Rheinland-Pfalz ihr Kind auf dem Arm. Die Initiative zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften wird deutlich ausgebaut.

Schutzprogramm für Frauen und Kinder in Asylheimen wird ausgebaut
Die Initiative zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften wird deutlich ausgebaut.

Wie das Bundesfamilienministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, sollen bundesweit 75 weitere Koordinatoren eingestellt werden, die Personal von Einrichtungen beraten sollen und Ansprechpartner für Betroffene sind. Die Zahl der Koordinatoren werde damit vervierfacht, sagte Ministerin Manuela Schwesig (SPD).

Als Reaktion auf Übergriffe auf Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften hatte Schwesig gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk Unicef im vergangenen Jahr das Schutzprogramm gestartet. Die Koordinatoren entwickeln gemeinsam mit Leitern von Einrichtungen Schutzkonzepte und begleiten deren Umsetzung. Zudem organisieren sie Schulungen für das Personal der Unterkünfte und beraten Bewohnerinnen der Einrichtungen zu ihren Rechten und Angeboten.

Jede Koordinatorenstelle wird den Angaben zufolge mit jährlich 40.000 Euro aus dem Etat des Familienministeriums gefördert. Die Bewerbungsfrist startete am Mittwoch und läuft bis zum 10. Februar. "Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen, ist unsere Pflicht", sagte Schwesig. Unicef-Vertreterin Kirsten De Martino unterstrich, grundsätzlich sollten Kinder und ihre Familien möglichst kurz in Not- und Gemeinschaftsunterkünften leben.

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