Klimakonferenz: Kirchenbünde werben für emissionsarme Wirtschaft

Die ökumenischen Kirchenbünde haben bei der UN-Klimakonferenz für einen beschleunigten Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft geworben. Grundlage solle eine Energieproduktion ohne fossile Brennstoffe sein, heißt es in einem am Freitag in Marrakesch veröffentlichten Appell.

Der Weltkirchenrat, der Lutherische Weltbund und das christliche Hilfsnetzwerk Act Alliance forderten die Regierungen auf, mit einer mutigen Politik die Klimaerwärmung zu bremsen. Die Konferenz von Marrakesch müsse konkrete Schritte festlegen, wie die Staaten die im Abkommen von Paris festgelegten Ziele erreichen sollen.

Gläubige Menschen sollten sich zusammenschließen und gemeinsam für Klimagerechtigkeit eintreten, betonte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Olav Fykse Tveit. Die Bekämpfung des Klimawandels und seiner negativen Folgen für die ganze Schöpfung und insbesondere für die Armen und Indigenen sei "ein dringliches Anliegen für alle Glaubenden weltweit", erklärte Tveit.


Dinesh Vyas, der die Klimaarbeitsgruppe von ACT Alliance leitet, führte aus: "Die Staaten haben gezeigt, dass sie bereit sind, sich dem Klimawandel zu stellen, und die Vereinbarungen des Pariser Gipfels können nun erfüllt werden. Allerdings wird ein Abkommen, das nur Schlagworte enthält, nichts bewirken."

Die am 7. November begonnene Konferenz in der marokkanischen Stadt endet am 18. November. Bis dahin wollen die Delegierten darüber beraten, wie die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens von 2015 erreicht werden können. Der Vertrag setzt das Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter zwei Grad, möglichst sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen.