Entschuldungskampagne: Forderung an Bundesregierung übergeben

erlassjahr.de_i-201.png

Foto: screenshot

Entschuldungskampagne: Forderung an Bundesregierung übergeben
Das Bündnis erlassjahr.de mit mehr als 600 Mitträgerorganisationen aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft fordert von der Bundesregierung ein faires Verfahren für die Lösung der Schuldenkrise und die Entschuldung armer Länder. Im Dezember wird Deutschland die Präsidentschaft der G-20 übernehmen.

Das entwicklungspolitische Bündnis erlassjahr.de hat die Bundesregierung aufgefordert, sich im Rahmen ihrer G-20-Präsidentenschaft für die Entschuldung armer Länder einzusetzen. Deutschland solle ein faires Verfahren für die Lösung von Schuldenkrisen auf den Weg bringen, erklärte die Initiative am Donnerstag in Düsseldorf. Im Zuge der Kampagne "Debt20: Entwicklung braucht Entschuldung - jetzt!" seien die Forderungen am Mittwoch an die Bundesregierung übergeben worden. Deutschland übernimmt die Präsidentschaft der G-20 am 1. Dezember 2016.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von "Brot für die Welt", erklärte: "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich die Geschichte wiederholt und erneut Millionen von Menschen die Chance auf ein Leben in Würde genommen wird." Das evangelische Hilfswerk ist eine der größten von insgesamt mehr als 600 Mitträgerorganisationen von erlassjahr.de aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft.

Das Bündnis will mit der "Debt20"-Kampagne darauf aufmerksam machen, dass die Schuldenkrisen in armen Ländern eine Gefahr für das Erreichen der UN-Entwicklungsziele darstellen. Die Kampagne wird den Angaben nach von 185 entwicklungspolitischen Netzwerken, Diözesen, Landeskirchen, Weltläden und Kirchengemeinden unterstützt. Sie fordern die Bundesregierung auf, drohende neue Schuldenkrisen auf die Agenda des G-20-Gipfels im Juli 2017 in Hamburg zu setzen.

Meldungen

Top Meldung
 Bischof Georg Baetzing und der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm,
Die Vorsitzenden der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland sprechen wegen der Corona-Pandemie erstmals gemeinsam ein "Wort zum Sonntag".