Walk for Freedom am 15. Oktober in 13 deutschen Städten

Walk for Freedom 2015 in Berlin.

Foto: PR

Hunderte Teilnehmer setzen beim jährlichen Walk for Freedom weltweit und in vielen deutschen Städten ein Zeichen gegen Menschenhandel.

Walk for Freedom am 15. Oktober in 13 deutschen Städten
Der Walk for Freedom am 15. Oktober findet weltweit und in 13 deutschen Städten statt – erstmals auch in Frankfurt am Main und München. Bereits im vergangenen Jahr gingen in acht deutschen Städten jeweils Hunderte auf die Straße, weltweit fanden in 28 Ländern insgesamt über 200 Walks for Freedom statt.
15.10.2016
Lisa Menzel
evangelisch.de

Ein Zeichen gegen Menschenhandel setzen und für die Freiheit anderer auf die Straße gehen, das wollen die Teilnehmer des "Walk for Freedom" am 15. Oktober. Alle Walk-Veranstalter unterstützen damit die internationale Organisation A21, die seit drei Jahren jährlich zu dem Walk aufruft.

Ziel der Veranstaltung soll das Sammeln von Spendengeldern sein sowie weltweite Aufmerksamkeit für die Ungerechtigkeit, die Menschen durch Menschenhandel und Zwangsprostitution widerfährt. Weltweit sind es weit über 27 Millionen Menschen, die als Sklaven gehalten werden, die missbraucht und ausgebeutet werden, ohne dass es uns im Alltag bewusst ist. Auch in Deutschland gibt es Zwangsarbeiter und vor allem Zwangsprostituierte. "Einen Schritt nach dem anderen, ein Opferleben nach dem anderen - so werden wir die moderne Sklaverei abschaffen", sagt Christine Caine, A21-Gründerin.

Was den Walk For Freedom besonders macht, ist die lange Reihe schwarz gekleideter Teilnehmender. Während diese Schlange durch die Innenstädte zieht, werden vom Team Informationen über Menschenhandel an interessierte Passanten verteilt. Es geht den Teilnehmern nicht darum, einfach nur zu protestieren oder Flyer zu verteilen. Sie repräsentieren die 27 Millionen Sklaven und Zwangsprostituierten, die keine Stimme haben. Das Ziel ist, eine vereinte Haltung einzunehmen, um breite Aufmerksamkeit für die Ungerechtigkeit der modernen Sklaverei zu ermöglichen: vor Ort, aber auch über Soziale Medien und über die Berichterstattung zum Event.

In Deutschland findet der Walk for Freedom in 13 Städten statt: Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Heidelberg, Stuttgart, Konstanz, Regensburg, Frankfurt am Main, München, Leipzig, Kempten und Lörrach.

 

 

 

 

Wer oder was ist "A21"?

A21 (steht für "Abolishing Injustice in the 21st Century") setzt sich gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution ein und ist eine globale Non-Profit-Organisation mit zwölf Büros weltweit. Die Arbeit von A21 basiert auf einer 4-Säulen-Strategie, die dem "Palermo-Protokoll" der Vereinten Nationen entnommen ist: Prevention (Prävention: Aufmerksamkeit und Bildung), Protection (Schutz: sichere Unterkünfte und Übergangswohnungen für Opfer), Prosecution (Strafverfolgung: rechtliches Vorgehen gegen Täter) und Partnership (Kooperation mit Regierungsbehörden, Polizei und lokalen Einrichtungen).