Frankfurter Unfallklinik eröffnet interreligiöse Kapelle

Unfallkinlik Frankfurt Andachtsraum

Foto: BGU/ Stephan Strauch

Dr. Achim Knecht, evangelischer Stadtdekan und Dr. Johannes zu Eltz, katholischer Stadtdekan während des Gottesdienstes bei der Einweihung in neugestalteten Sakralraum derBerufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main. Im Hintergrund die Kunstwerke der Künstlerin Barbara Bux.

In der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main wird am 10. Oktober ein Sakralraum für Angehörige aller Religionen und Weltanschauungen eröffnet.

Die offene Gestaltung für Angehörige aller Religionen und Religionslose sei von den evangelischen und katholischen Klinikseelsorgern zusammen mit der Klinikleitung beschlossen worden, sagte der evangelische Klinikseelsorger Lothar Jung-Hankel dem Evangelischen Pressedienst (epd). Im Zuge des Umbaus der Klinik sei der Andachtsraum unübersehbar an das Eingangsfoyer verlegt worden.

Die Innenwände sind nach den Worten von Jung-Hankel von der Künstlerin Barbara Bux mit filigranen, meditativ wirkenden Bleistiftzeichnungen gestaltet. Sie stellen die Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde dar und werden auf Leuchtkästen hinterleuchtet. Bei einer christlichen Nutzung kann ein Licht in Kreuzform eingeschaltet werden, jeden Sonntag wird abwechselnd ein evangelischer und ein katholischer Gottesdienst gehalten. Für Muslime ist die Gebetsrichtung am Boden angegeben und Gebetsteppiche liegen bereit. Ein Tisch lässt sich als Altar nutzen, auf einem Pult liegt ein offenes Gästebuch.

Der Raum wird als "Raum des Lebens" bezeichnet. Er solle ein Ort des Rückzugs für Angehörige nach einem Schicksalsschlag und für Mitarbeiter sein, sagte der Klinikseelsorger. Die Innengestaltung haben nach seinen Angaben die beiden großen Kirchen mit gut 30.000 Euro finanziert. Eröffnet wird der Sakralraum am 10. Oktober unter anderen durch den evangelischen Stadtdekan Achim Knecht, den katholischen Stadtdekan Johannes zu Eltz, die Vorstandsvorsitzende des muslimischen Seelsorgevereins Salam, Rabia Bechari, und den Ärztlichen Direktor Reinhard Hoffmann.