Brände in zwei Asylunterkünften in Thüringen

Der ausgebrannte Dachstuhl eines leerstehenden Fachwerkhaus, das als Flüchtlingsheim genutzt werden sollte.

Foto: dpa/Matthias Gränzdörfer

In das Haus in Bischhagen hätten am 05. Oktober die ersten Bewohner einziehen sollen.

Brände in zwei Asylunterkünften in Thüringen
In Thüringen hat es am Wochenende in zwei Asylunterkünften gebrannt.

Menschen wurden dabei nicht verletzt. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen unter anderem wegen Brandstiftung mit fremdenfeindlichem Hintergrund. Während die Unterkunft in Bischhagen bei Heiligenstadt noch nicht bezogen war, bedrohte das Feuer in Friemar bei Gotha zehn Flüchtlinge in einer Turnhalle.

Dort brannten am frühen Sonntagmorgen vier Toilettenhäuschen, die an der Halle aufgestellt waren. Wie die Polizei mitteilte, griff das Feuer auf die Fassade der Turnhalle über. In der Halle waren zehn Asylbewerber untergebracht. Sie wurden in eine andere Unterkunft verlegt.

Ramelow: "Anschlag auf unsere Grundwerte"

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach von einem "Anschlag auf unsere Grundwerte". Er sei entsetzt und erschüttert, twitterte der Linken-Politiker am Sonntag beim Internet-Kurznachrichtendienst: "Wir werden alles tun, um dieses Verbrechen aufzuklären." Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Thüringer Landtag, Dirk Adams, forderte, Brandstifter mit voller Härte zu verfolgen und zu bestrafen: "Diese Taten sind durch nichts zu rechtfertigen.

Bereits am frühen Samstagmorgen hatte zudem eine noch nicht bezogene Flüchtlingsunterkunft im thüringischen Bischhagen bei Heiligenstadt gebrannt. Wie die Polizei mitteilte, ist die Brandursache noch unklar, da das leerstehende Mehrfamilienhaus wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden kann. Der Brand soll im Obergeschoss des Fachwerkhauses ausgebrochen sein. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehr als 100.000 Euro.

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