Katholische Bischöfe beraten über Flüchtlinge

Katholische Bischöfe beraten über Flüchtlinge
Der Umgang mit der Flüchtlingskrise ist ein Schwerpunkt der Herbst-Vollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, die von Montag bis Donnerstag in Fulda stattfindet.

Die 65 Bischöfe werden an den ersten beiden Tagen mit Experten aus der Flüchtlingsarbeit beraten, wie die Bischofkonferenz mitteilte. Darunter befinden sich Bürgermeister, Caritas-Direktoren, Migrationsbeauftragte und Pfarrer. Ein Dossier, das Initiativen zur Flüchtlingshilfe in Diözesen, Caritas, Pfarrgemeinden, Orden und Verbänden aufführt, hatte das Sekretariat der Bischofskonferenz im August veröffentlicht.

Weitere Themen des Treffens unter Leitung des Bischofskonferenz-Vorsitzenden Reinhard Marx sind der innerkirchliche Dialogprozess sowie die Planungen zu dem vom Papst ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. Den Dialogprozess hatte 2010 der damalige Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, angestoßen. Damit reagierte die katholische Kirche auf die Vertrauenskrise, die der Missbrauchsskandal ausgelöst hatte. "Wir sind wieder in Tritt gekommen, wir haben unseren Ort in der Gesellschaft", bilanzierte Kardinal Marx vergangenes Wochenende zum Abschluss der Beratungen zwischen Bischöfen und katholischen Laienvertretern.

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In Fulda werden sich die Bischöfe zudem mit der Vorbereitung der Weltbischofssynode befassen, die im Oktober in Rom stattfindet. An der vatikanischen Familiensynode nehmen aus Deutschland teil Kardinal Marx, der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sowie der neue Berliner Erzbischof Heiner Koch. Zum Abschluss der Herbstvollversammlung findet eine Festakademie "50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil" statt. Ziel des dreijährigen Konzils, das am 8. Dezember 1965 endete, war eine Erneuerung der Glaubensverkündigung. Bei der Festakademie wird Kardinal Karl Lehmann (Mainz) einen Vortrag halten.