Bürgerschaftliches Engagement im Osten geringer als im Westen

Bürgerschaftliches Engagement im Osten geringer als im Westen
In der Bereitschaft zu bürgerschaftlichem Engagement sehen Soziologen zwischen Ost und West deutliche Unterschiede.

Während sich etwa 35 Prozent der Westdeutschen regelmäßig ehrenamtlich engagierten, seien es im Osten lediglich zwischen 28 und 32 Prozent der Bevölkerung, sagte der Hildesheimer Soziologieprofessor Michael Corsten am Montag in Weimar. Aus Untersuchungen gehe zudem hervor, dass sich übereinstimmend jeweils ein Drittel gelegentlich und der Rest überhaupt nicht engagiere.

Enttäuschungsmotiv kommt in "Pegida"-Bewegung zum Ausdruck

Als Gründe für die Verweigerung der "resistenten Nichtengagierer" in Ostdeutschland nannte Corsten die "Wendeverlierer". Durch Vorruhestand, Arbeitslosigkeit und prekäre Selbstständigkeit "sehen sie keine Möglichkeit, in der Gesellschaft anzukommen". Dieses lange aufgestaute Enttäuschungsmotiv sei von der Gesellschaft lange übersehen worden und in der islamfeindlichen "Pegida"-Bewegung zum Ausdruck gekommen. Dieser Prozess müsse "sehr ernst genommen" werden. Corsten sprach vor Akteuren des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.

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