Rechtsextreme überfallen DGB-Kundgebung in Weimar

Rechtsextreme überfallen DGB-Kundgebung in Weimar
Etwa 50 Rechtsradikale haben eine DGB-Kundgebung zum Tag der Arbeit in Weimar gestört. Vier Menschen wurden verletzt.

Rechtsextreme haben die Maikundgebung des DGB in Weimar überfallen. Dabei wurden vier Menschen leicht verletzt, wie eine Polizeisprecherin am Freitag in Erfurt bestätigte. Insgesamt 29 der etwa 50 Angreifer aus der rechten Szene seien anschließend beim Versuch festgenommen worden, mit in einer nahe gelegenen Tiefgarage abgestellten Fahrzeugen zu flüchten.

Die Angreifer stürmten nach den Worten der Polizeisprecherin kurz vor 11 Uhr auf den Marktplatz und störten die dortige DGB-Maikundgebung zunächst mit Rufen und Plakaten. Einzelne Angreifer betraten anschließend die Bühne und entrissen dem Weimarer Oberbürgermeister und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider das Mikrofon.

Vertreter der Stadtverwaltung Weimar und von Gewerkschaften äußerten sich entsetzt über die Vorfälle. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs, Beleidigung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Versammlungsrecht.

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