Käßmann kritisiert Rückzug des "Charlie Hebdo"-Karnevalswagens

Käßmann kritisiert Rückzug des "Charlie Hebdo"-Karnevalswagens
Margot Käßmann kritisiert den Verzicht des Festkomitees Kölner Karnevals auf den Mottowagen zum "Charlie Hebdo"-Anschlag.

Diese "Selbstbeschränkung der Freiheit" sei ein "Trauerspiel", schreibt die evangelische Theologin in einem Beitrag für die "Bild am Sonntag". "Wir dürfen uns nicht ängstigen lassen und unsere Freiheit selbst einschränken, schon bevor es überhaupt eine Drohung gibt", forderte die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

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Der Entwurf einer Kölner Zeichnerin für den umstrittenen Mottowagen zeigt einen Jecken, der einen Stift in das Gewehr eines maskierten Attentäters steckt. Zu den Porträts der bei dem Pariser Anschlag getöteten Karikaturisten werden Meinungs- und Pressefreiheit eingefordert. Das Motiv war bei einer Internet-Abstimmung ausgewählt worden, an der sich 7.000 Menschen beteiligten. Das Festkomitee Kölner Karneval zog den Wagen jedoch zurück und begründet das unter anderem mit Rückmeldungen besorgter Bürger, die offenbar einen islamistischen Anschlag während des Rosenmontagszuges befürchteten.