Lokführer-Streik: Mediation durch Theologen im Gespräch

Lokführer-Streik: Mediation durch Theologen im Gespräch
Im festgefahrenen Bahn-Tarifkonflikt mehren sich die Vorschläge, zwischen Unternehmen und Lokführern eine Mediation anzustreben.

"Ich könnte mir vorstellen, dass ein Moderator - vielleicht Theologen wie Margot Käßmann oder der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider - sich mit beiden Seiten hinsetzt und erklären lässt, was sie eigentlich wollen", sagte Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe). Carsten Splitt, Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), wollte diesen Vorschlag nicht kommentieren.



Wie Naumann sprach sich auch der ehemalige Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) im ARD-"Morgenmagazin" für eine Mediation aus. Alle Beteiligten, neben dem Bahn-Vorstand und der Lokführergewerkschaft GDL auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), müssten zusammengebracht werden, um "Konflikt-Ebenen" abzuschichten, sagte Bodewig am Dienstag.

Bei der Deutschen Bahn AG hat am Mittwochnachmittag der bisher längste Streik in der Geschichte des Unternehmens begonnen. Seit Donnerstagmorgen ist auch der Personenverkehr betroffen. Die GDL will den Zugverkehr bis zum Montagmorgen lahmlegen.

Meldungen

Top Meldung
Gottesdienstbesucher in Berliner Kirche
Die Evangelisch-reformierte Kirche empfiehlt ihren Gemeinden ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 in einem Landkreis oder einer Stadt auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Grundsätzlich entschieden darüber die Kirchengemeinden selbstständig.