Ebola: Liberia sagt Wahlen ab

Ebola: Liberia sagt Wahlen ab
In dem Land, das bisher am schwersten von der Seuche betroffen ist, sei die Abstimmung derzeit nicht möglich. Es gebe weder genügend Stimmzettel noch Wahlhelfer.

Liberia hat wegen der Ebola-Epidemie seine für kommenden Dienstag geplanten Senatswahlen abgesagt. Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf habe die Abstimmung ausgesetzt, nachdem die Wahlkommission erklärt hatte, dass eine freie und transparente Wahl unter gegebenen Umständen nicht möglich sei, hieß es in einer Erklärung des liberianischen Außenministeriums. Die Ausbreitung des Ebola-Virus, die Quarantänebestimmungen und die Reisebeschränkungen machten die Umsetzung der Wahl unmöglich.

So hätten nicht genug Wahlhelfer rekrutiert und wegen der Einschränkung des Flugverkehrs nicht ausreichend Stimmzettel verteilt werden können, hieß es in der Erklärung unter Berufung auf die Nationale Wahlkommission. Auch hätten die Kandidaten nicht einem normalen Wahlkampf nachgehen können. Zudem bergen Zusammenkünfte von Menschenmassen die Gefahr weiterer Ansteckungen.

Rund 2,5 Millionen Stimmberechtigte sollten ihre Stimme abgeben. In Liberia herrscht wegen der Ebola-Epidemie seit dem 6. August ein Ausnahmezustand. Das Land ist am schwersten von der in Westafrika grassierenden Seuche betroffen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden in dem Land bislang knapp 4.000 Ebola-Fälle registriert, mehr als 2.200 Menschen starben. Doch die Dunkelziffer wird weitaus höher geschätzt.

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