Flüchtige Ebola-Patienten in Liberia gefunden

Flüchtige Ebola-Patienten in Liberia gefunden
In Liberia sind die 17 aus einer Isolierstation in der Hauptstadt Monrovia geflohenen Ebola-Patienten gefunden. "Sie wurden aufgespürt und haben sich schließlich selbst gestellt", sagte Informationsminister Lewis Brown dem britischen Sender BBC am Dienstag.

Ihre Flucht hatte die Angst vor einer beschleunigten Ausbreitung des tödlichen Virus weiter geschürt.

Die Kranken waren am Samstagabend geflohen, als eine aufgebrachte Menge die Isolierstation stürmte, die nahe einem großen Slum liegt. Offenbar protestierten die Menschen dagegen, dass die Patienten an diesem Ort untergebracht worden waren. Nach anderen Angaben waren sie voller Misstrauen gegen die Behörden und bezweifelten, dass es Ebola wirklich gibt.

Die 17 befinden sich nach Regierungsangaben nun in einem am Wochenende neu eröffneten Trakt des Kennedy-Gesundheitszentrums in Monrovia. Liberia gehört mit bisher 834 Fällen und 466 Toten zu den am schwersten von Ebola heimgesuchten Ländern.

Gegen die Krankheit gibt es noch kein Heilmittel und keine Schutzimpfung. Insgesamt wurden in Westafrika 2.240 Ebola-Erkrankte erfasst. Davon starben 1.229.

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