Melbourne: Anglikanischer Primas fordert Asyl für IS-Flüchtlinge

Melbourne: Anglikanischer Primas fordert Asyl für IS-Flüchtlinge
Der neue Primas der Anglikanischen Kirche Australiens und der Erzbischof von Canterbury fordern Asyl für von der islamistischen Terrormiliz IS verfolgten Christen aus dem Irak.

Er habe in Schreiben an Australiens Premierminister Tony Abbott und Einwanderungsminister Scott Morrison gebeten, dem Beispiel Frankreichs zu folgen und "jenen Asyl zu gewähren, die vor der Wahl 'Übertritt zum Islam oder Tod' stehen", sagte Philip Freier am Mittwoch (Ortszeit) anlässlich seiner Einführung in das Amt des Primas der Anglikanischen Kirche in Australien.



Justin Welby, Erzbischof von Canterbury, der bei der Amtseinführung von Freier eine Predigt hielt, verurteilte das Verhalten der IS-Dschihadisten in Syrien und dem nördlichen Irak als "besonders brutal". Welby wies jedoch auch nachdrücklich daraufhin, dass IS in das Muster der "zunehmenden und immer schlimmeren Verfolgung von Christen und anderen Gruppen in vielen Ländern" passe. Als ein Beispiel nannte Welby die islamistische Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria.

Unterdessen kündigte Australiens Einwanderungsministerium am Mittwoch Ortszeit an, man erwäge die Aufnahme von 4000 Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak.

Der Erzbischof von Canterbury ist das geistliche Oberhaupt der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft. Erzbischof Freier war Ende Juni zum Primas der australischen Anglikaner gewählt worden.

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