Es kann nur einen geben!

Osterhasen
Es kann nur einen geben!
Zumindest ein „Kirchenstreit“ konnte gerichtlich beigelegt werden.

Bald ist es wieder soweit: Ostern steht vor der Tür! Ja natürlich, was denken denn Sie? Das Weihnachtsschokozeug sollte so langsam durchproduziert und im Handel verteilt sein. Die Süßwarenproduktionsfirmen wenden sich ganz pragmatisch dem nächsten Thema zu: Massen von Osterhasen müssen hergestellt werden! Und natürlich sollen sie so ansprechend wie möglich aussehen, die Kundinnen und Kunden dazu animieren, genau dieses Exemplar zu kaufen. Und welcher Schokoosterhase ist bekannter als alle anderen? Genau: Goldfolie, rote Schleife, Glöckchen. Der von Lindt.

Super, dachte sich offenbar Lidl in der Schweiz. Wir sind doch schon vom Namen ganz nah dran. Lasst uns doch einen Lidllindtosterhasen machen. In den Details vielleicht etwas anders, aber nun ja, eben: Nahe dran.

Schon drohte das große Schokoladenschisma, also die Kirchenteilung: „Folget dem Lindt-Osterhasen!“ riefen die einen. „Nein, haltet Lidl hoch!“ die anderen. Früher, vor Jahrhunderten, berief man in solchen Fällen ein Konzil ein, das dann die eine Seite möglicherweise verbannte und die andere zur wahren und reinen Lehre erklärte. Heute nennt sich das Konzil „Bundesgericht von Lausanne“. Und das Konzil... Gericht von Lausanne tagte und erklärte: Es kann nur einen geben! Der einzig wahre Sack des Weihnachtsmanns ... ach nein. Der einzig wahre Schokoosterhase mit Goldfolie, roter Schleife und Glöckchen am schokoladengefüllten Hals ist: Lindt.

Lidl dagegen muss nun einen ziemlichen Haufen falscher, sozusagen ketzerischer Osterhasen wieder auspacken, einschmelzen und irgendwas anderes draus machen. Vielleicht doch noch Weihnachtsmänner. Oder Ostereier. In Goldfolie mit Schleife und Glöckchen. Frohe Weihnachten. Oder Ostern. Was auch immer. Lassen Sie sich’s schmecken!

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