Fünf Jahre!

Fünf Jahre!

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte trommelwirbeln, tuten, pfeifen und klatschen Sie jetzt! Ihr heiß geliebtes/geliebter/ Ihre heiß geliebte Blog (wie heißt es jetzt eigentlich richtig?) wird am heutigen Tage fünf – in Worten: 5 – Jahre alt!

Ja. Am 2. Oktober 2009 begann alles mit der herzzereißenden Geschichte „Staub zum Staube“ über kirchliche Besprechungszimmer und den extra für Stilvoll Glauben virtuell neu gegründeten Sockenstrickkreis für Afrika 1887 e.V., bestehend aus Tante Gertrude und Oma Evchen, welcher nach damaliger Planung eigentlich öfter quasi als Symbol oder wahlweise auch als Running Gag in den Blogeinträgen vorkommen sollte, es aber leider nicht geschafft hat. Lediglich im Jahre 2011 kam er nochmals zu Ehren in dem Beitrag „Es werde Licht“.Auch das „Ding, das mir fast auf den Kopf gefallen wäre“ hätte eigentlich eine ganze Serie werden sollen, ist aber leider über Teil 1 nicht hinaus gelangt.

Zu Beginn unseres Abenteuers waren wir immerhin zu dritt: Simone Sass steuerte etliche Artikel zu Design-“Sünden“ bei und kreierte auch das Logo, bei dem ich mir bis heute nicht sicher bin, ob die Ironie darin wirklich verstanden wird. Christian Spließ hatte als Liebhaber von Kirchenmusik oft einen etwas anderen Blick auf die liebens- und lachenswerten Schrullen kirchlichen Lebens. „Gesangbuch reloaded“ war beispielsweise seine Erfindung.

Simone Sass beendete ihre Mitarbeit relativ bald; Christian Spließ ist zwar offiziell noch dabei, hat aber im Lauf des letzten Jahres meines Wissens einen einzigen Artikel beigetragen (auch das ist ein typisch kirchliches Phänomen, das zu beleuchten mal interessant wäre.)Da außerdem bei der großen Design-Umstellung vor etwa zwei Jahren einige Blogeinträge seltsamerweise verloren gingen (von Simone Sass ist anscheinend kein einziger erhalten), ist es nicht möglich, Aussagen über die Gesamtanzahl der in diesen fünf Jahren erschienenen Beiträge zu treffen. Von mir selbst, der ich diese Artikel fein säuberlich in Libre-Office-Dokumenten jahrgangsweise gespeichert habe, sind 263 Artikel erschienen, die knapp 400 Din-A4-Seiten füllen.

Das sind also fast genau ein Artikel pro Woche (genau 1,008) oder 6,66 Seiten pro Monat, wenn mir ein wenig Statistik erlaubt ist. (Wenn nicht, stimmen die Zahlen auch.) Der meistkommentierte Beitrag ist übrigens „Rückzugschristen“ mit immerhin 20 Kommentaren.

Danken möchte ich Twitter – und insbesondere der Suchfunktion von TweetDeck. Die Suche nach „Kirche“ (wobei die Begriffe "im Dorf", Insekten, Baugeld sowie ein paar vermutlich japanische Twitterer mit „kirche“ im Namen ausgefiltert werden) fördert immer wieder erstaunliches zutage. Auch meiner Timeline auf Twitter, die schon für sich ganz und gar erstaunlich ist, danke ich für manche schräge Anregung. Ja, auch auf Facebook. Aber meistens eben doch Twitter.

Apropos Twitter: Mit einem Tweet von @evangelisch_de fing das Ganze überhaupt erst an. Da fragte nämlich Melanie Huber (glaube ich) über Twitter, wer Lust hätte, in einem Blog „Stilvoll Glauben“ mitzuschreiben. Ich hatte zwar keine Ahnung, was da auf mich zukommt (eigentlich habe ich das bis heute irgendwie nicht), aber es hörte sich so interessant an, dass ich sehr schnell „hier“ schrie.

Heute bin ich laut Aussage von Hanno Terbuyken der „dienstälteste Blogger von evangelisch.de“. Wow. Ich hab mir schon mal einen virtuellen Rollator bestellt und den Zoom in meinem Schreibprogramm auf 180% gestellt. Ansonsten sage ich einfach: Vielen Dank für Ihre und Eure Geduld. Für viele Kommentare, Anregungen und überhaupt fürs Lesen. Ich hoffe sehr, dass ich einfach ab und zu ein Lächeln in Ihr Gesicht zaubern konnte und es auch weiterhin kann.

 

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