Stilvoll campen

Stilvoll campen

Da geht man als Pfarrer mal im Urlaub Zelten – und wo lande ich? Auf einem christlichen Zeltplatz. Seit vier Jahren schon campen wir im „Toppershoedje“ im niederländischen Ouddorp. Für uns waren ja eher die Nähe zum Stand und die relativ günstigen Preise ausschlaggebend – und dass wir uns jedes Jahr hier sehr wohl gefühlt haben.

Toppershoedje ist aber noch mehr: Es gehört zum „Recreatiecentra Nederland“, kurz RCN, mit mehreren Camping- und Bungalowplätzen in Holland und Frankreich. Und dieser RCN entstand im Jahr 1952 durch eine Initiative der Niederländischen Reformierten Kirche. (Was nun der Unterschied zwischen der „Hervormde Kerk“ und der „Gereformeerde Kerk“ ist, werde ich bei Gelegenheit mal untersuchen, jedenfalls ist es die „Hervormde Kerk“) 

Eigentlich ist gar nicht viel anders als auf einem „normalen“ Campingplatz. Nettes Personal, schöne Plätze, kostenloses W-Lan (dieser Eintrag entsteht gerade direkt in unserem Zelt), zweckmäßig eingerichtete Duschen usw. Dazu noch ein nettes Kinderprogramm. Und: Jeden Sonntagmorgen einen Gottesdienst im Campingplatz-Zentrum. Jedes Jahr haben alle RCN-Plätze ein gemeinsames Thema, dieses Jahr sind es die Gleichnisse. Ich muss allerdings gestehen, dass ich diesen holländischsprachigen Gottesdienst noch nie besucht habe, denn wir gehen viel lieber zum deutschsprachigen der Doopsgezinde Gemeente (Mennoniten, glaube ich).

Noch etwas ist allerdings besonders: Der RCN unterstützt die Stiftung „Gaandeweg“, die es bedürftigen Menschen und vor allem auch Familien mit krebskranken Kindern ermöglicht, kostenlos in einem der Parks Urlaub zu machen. Das finde ich wirklich schön. Um nicht zu sagen: Stilvoll. 

weitere Blogs

Unpopuläre Nachrichten für die, die ihre Macht auf Angstgespenster bauen
Zwei Männer in Lederhosen von der Gruppe "D´Schwuhplattler" geben sich einen Kuss bei dem CSD München.
Während in der Türkei einer queeren Kreuzfahrt das Anlegen durch die Behörden verweigert wird, erlebt Deutschland einen Pride-Monat, der so politisch ist wie schon lange nicht mehr. Gut so, findet unser Autor Wolfgang Schürger.
Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen - aber Gedanken machen darfst Du Dir schon... Vor allem, wenn Dein Leben aus dem Ruder läuft und Du Dich fragst: Wer steuert eigentlich gerade in diese völlig bescheuerte Richtung? Und wem kann ich mein Leid klagen?