Kinderbibeln: Kees de Kort

Kinderbibeln: Kees de Kort

Es kommt der Tag an dem die lieben Kleinen mehr über Religion wissen möchten - spätestens in der Grundschule, wenn der Religionsunterricht beginnt. Und dann steht man beim Buchhändler der Wahl, schaut sich die Kinderbibeln an und fragt sich ab und an was sich die Macher nur dabei gedacht haben. Doch sei der Focus heute nicht auf die Peinlichkeiten gelegt sondern ich möchte mal ein positives Stil-Beispiel hervorheben - das sicherlich der Ein oder Andere kennt.

Auf den ersten Blick wirken die Bilder von Kees de Kort recht einfach und schlicht. Es gibt wenig, was vom eigentlichem Inhalt ablenken könnte und vielleicht liegt darin gerade der Zauber dieser Illustrationen - die klare Bildsprache fasst einprägsam die Botschaft des Textes zusammen. Dass die Illustrationen zwar kindlich aber nicht kindisch-verniedlichend sind ist ein großes Plus der Hefte von Kees de Kort. Eindrucksvoller kann man nicht darstellen wie Zachäus auf den Baum klettert - mit Händen und Füßen hängt er am großen Ast, seine Umhängetasche ist nach unten gefallen, wehe er lässt los.  Ebenso der Sturm auf dem See - da türmt sich die Welle auf der linken Seite auf, das Segel zerfetzt; Jesus aber schläft in Seelenruhe während die Jünger ängstlich auf dem Boot sind.

Noch ein Vorteil: Die Bücher von Kees de Kort gibt es auch als kleine Einzelausgaben, die man gut in den Kindergottesdienst oder überhaupt in den Gottesdienst mitnehmen kann falls die Kleinen sich langweilen sollten. Da die Texte selbst kurz sind motivieren sich auch sehr gut zum baldigen Selberlesen. Eine stilvolle Kinderbibel ist also durchaus möglich. Wenngleich der Markt auch extrem kitschige Exemplare zu bieten hat - darüber aber ein anderes Mal mehr.

weitere Blogs

Ausstellungsplakat
Am 28. Mai wird in Hamburg St. Georg die Fotoausstellung "This is me - queer und religiös"eröffnet. Tash Hilterscheid ist eine der Protagonist*innen und berichtet von der persönlichen Erfahrung im Rahmen der Entstehung dieser Ausstellung.
Geflüchtete und ein toter Wal mit zwei Namen. Wer bei uns keinen Platz hat und wer viel.
Dominik Krause (Grüne, Mitte) und sein Vorgänger Dieter Reiter (SPD, Mitte re.) bei dem Pride-Umzug im Jahr 2025.
Gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen finden sich unter dem Spitzenpersonal aller Parteien. Politik, welche die Freiheit von Minderheiten garantiert, machen sie dennoch nicht alle, meint Wolfgang Schürger.