Was passiert, wenn in Deutschland der Ernstfall eintritt? Wenn ein großer Angriff aufs Stromnetz erfolgt, die Mobilfunknetze kollabieren oder ein gezielter Drohnenangriff riesige Schäden verursacht? Diese Dokumentation wirft einen nüchternen Blick auf den aktuellen Zustand der zivilen Verteidigung in unserem Land. Über einen Zeitraum von sechs Monaten haben wir recherchiert, wie geschützt kritische Infrastrukturen sind und was die "Zeitenwende" für die Sicherheit in den eigenen vier Wänden bedeutet.
Die Frage nach dem Selbstschutz führt in unsere eigenen Haushalte. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt seit Jahren eine private Eigenvorsorge für mindestens zehn Tage. Doch wie sieht die Realität im Alltag aus? Reporter Max macht den Selbstversuch in der eigenen Küche und stellt fest, wie schmal der Grat zwischen alltäglicher Unbeschwertheit und der praktischen Notwendigkeit von Notvorräten ist – und wie unvorbereitet viele von uns sind.
Die Suche nach öffentlichen Schutzräumen: In Deutschland gibt es aktuell keine voll einsatzbereiten öffentlichen Bunker mehr. Max begibt sich auf Spurensuche im Untergrund und stellt fest, dass die ehemaligen Schutzräume aus den Zeiten des Kalten Krieges heute oft nur noch als Museen oder Lagerstätten dienen. Die klassische Schutz-Infrastruktur ist weitgehend Geschichte.
Doch wo suchen wir Zuflucht, wenn wir wirklich angegriffen würden? Sicherheitsexperten machen deutlich, dass der Bau neuer Betonbunker langwierig, extrem teuer und oft wenig zielführend wäre. Stattdessen setzt der Staat auf digitale Warnsysteme und das Konzept von Ad-hoc-Schutzräumen.
Neben der Suche nach Schutzräumen steht die Versorgung im Fokus der Recherche. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit lagert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung an hunderten streng geheimen Standorten staatliche Lebensmittelreserven. Tonnen von Getreide, Reis und Hülsenfrüchten stehen bereit, um im Falle einer wirklichen Krise die Versorgung der Bevölkerung zu sichern.
Um zu verstehen, wie ein Leben im konstanten Ausnahmezustand abseits theoretischer Checklisten funktioniert, blickt der Film schließlich in die Ukraine. Im Gespräch mit Lola, die ihren Alltag mitten im Krieg in Kyjiw organisiert, wird greifbar, was psychologische Widerstandskraft bedeutet. Ihre Erfahrungen zeigen, dass Zivilschutz weit über staatliche Logistik und materielle Vorsorge hinausreicht.
Dieses eingebettete Video wird von YouTube bereitgestellt.
Beim Abspielen wird eine Verbindung zu den Servern von YouTube hergestellt.
Dabei wird YouTube mitgeteilt, welche Seiten Sie besuchen. Wenn Sie in Ihrem YouTube-Account eingeloggt sind, kann YouTube Ihr Surfverhalten Ihnen persönlich zuordnen. Dies verhindern Sie, indem Sie sich vorher aus Ihrem YouTube-Account ausloggen.
Wird ein YouTube-Video gestartet, setzt der Anbieter Cookies ein, die Hinweise über das Nutzer:innenverhalten sammeln.
Weitere Informationen zum Datenschutz bei YouTube finden Sie in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter: https://policies.google.com/privacy




