Schriftsteller

<div class="field-zusatzinfo field-info-zusatzinfo-verwendung-1"><p><strong>Erich Maria Remarque</strong> (1898-1970) hat insgesamt 14 Romane geschrieben, dazu einige Erzählungen, Kurzprosa und Lyrik, Essays, ein Drehbuch und ein Theaterstück. Sein Frühwerk mit den Romanen <em><strong>"Die Traumbude"</strong></em>, <em><strong>"Gam"</strong></em> und <em><strong>"Station am Horizont"</strong> </em>ist kaum bekannt, ein Teil davon erschien erst nach seinem Tod Ende der 1990er Jahre erstmals in Buchform.</p>

<p>Weltberühmt wurde der ehemalige Volksschullehrer und Journalist mit dem 1928 erstmals veröffentlichten Antikriegsroman <em><strong>"Im Westen nichts Neues"</strong></em>. Wie die meisten folgende Werke wurde auch dieses zuerst als Fortsetzungsroman in einer Zeitung abgedruckt. Darin beschreibt <a href="http://www.remarque.de" target="_blank">Remarque</a> das Grauen in den Schützengräben und auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs aus der Sicht des jungen Soldaten Paul Bäumer.</p>

<p>Der zum Jahreswechsel 1931/32 publizierte Roman <em><strong>"Der Weg zurück"</strong></em> ist als Fortsetzung von "Im Westen nichts Neues" zu lesen. Er beschreibt die Schwierigkeiten der aus dem Krieg heimkehrenden Soldaten, sich im zivilen Leben zurechtzufinden. Auch <em><strong>"Drei Kameraden"</strong></em>, erstmals 1936 in Dänemark erschienen, thematisiert das Schicksal der "verlorenen Generation".</p>

<p>In <em><strong>"Liebe Deinen Nächsten"</strong></em> (1939) zeichnet Remarque den Weg des jüdischen Studenten Ludwig Kern nach, der aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflüchtet ist. Der Roman <em><strong>"Arc de Triomphe"</strong></em> (1945) schildert das Schicksal des des Arztes Ravic: Er ist vor den Nazis ins Pariser Exil geflohen und rächt sich an einem SS-Schergen.</p>

<p>Den KZ-Roman <em><strong>"Der Funke Leben"</strong></em> (1952) hat der Schriftsteller seiner Schwester Elfriede Scholz gewidmet, die 1943 vom Volksgerichtshof verurteilt und hingerichtet wurde. Er schildert darin das Leben von "Häftling 509" im fiktiven Konzentrationslager Mellern. Der Roman <em><strong>"Zeit zu leben und Zeit zu sterben"</strong></em> (1954) widmet sich der Frage nach der persönlichen Schuld des einzelnen Soldaten Ernst Graeber an den Verbrechen der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.</p>

<p><em><strong>"Der schwarze Obelisk"</strong></em> (1956) beschäftigt sich mit dem Phänomen des Heimkehrers aus dem Ersten Weltkrieg und den Ursachen des Nationalsozialismus. In <em><strong>"Die Nacht von Lissabon"</strong></em> (1962) schildert Remarque das Gespräch zweier Flüchtlinge vor dem Naziregime in einer Bar im Hafen von Lissabon vor der Abreise in die USA.</p>

<p>Der posthum 1971 veröffentlichte Roman <em><strong>"Schatten im Paradies"</strong></em> schließt daran an. Er beschreibt die Ernüchterung des Geflüchteten im vermeintlichen Paradies USA, wo er Ablehnung und Ausgrenzung erfährt. <em><strong>"Das gelobte Land"</strong></em>, erst 1998 erstmals veröffentlicht, führt diese Handlung fort. Remarque konnte den Roman nicht mehr fertigstellen.</p>

<p>Mit dem Rennfahrerroman <em><strong>"Der Himmel kennt keine Günstlinge"</strong></em> (1959) knüpft Remarque an sein Frühwerk an. Er verbindet die mondäne Welt des Autosports mit der Frage nach dem Sinn von Liebe, Leben und Tod.</p>

<p><strong>Aktuelle Ausgaben der wichtigsten Romane von Erich-Maria Remarque</strong>:</p>

<p><em>Im Westen nichts Neues</em>, Köln: Kiepenheuer &amp; Witsch, 2014. 10 Euro <em>Der Weg zurück</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2014. 14 Euro <em>Drei Kameraden</em>. Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2014. 12 Euro <em>Liebe Deinen Nächsten</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2017. 12,99 Euro <em>Arc de Triomphe</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2017. 15 Euro <em>Zeit zu leben und Zeit zu sterben</em>, Köln: Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 14 Euro <em>Der schwarze Obelisk</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 14 Euro <em>Die Nacht von Lissabon</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2017. 12 Euro <em>Schatten im Paradies</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 14 Euro <em>Das gelobte Land</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2010. 9,99 Euro <em>Der Himmel kennt keine Günstlinge</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 12 Euro.</p>

<p><strong>Orte:</strong>&nbsp;<a href="http://www.remarque.de" target="_blank">Erich Maria Remarque-Friedenszentrum</a>, Markt 6, 49074 Osnabrück</p>

</div>