erster Weltkrieg

Am 28. Juli 1914 begann der Erste Weltkrieg. Doch statt des allgemein erwarteten kurzen Waffengangs folgte ein über vier Jahre dauernder, verlustreicher Stellungskrieg. 17 Millionen Menschen starben im ersten industriell geführten Massenkrieg in der Geschichte. Der Erste Weltkrieg wird deshalb oft als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet.
<div class="field-zusatzinfo field-info-zusatzinfo-verwendung-1"><p><strong>Erich Maria Remarque</strong> (1898-1970) hat insgesamt 14 Romane geschrieben, dazu einige Erzählungen, Kurzprosa und Lyrik, Essays, ein Drehbuch und ein Theaterstück. Sein Frühwerk mit den Romanen <em><strong>"Die Traumbude"</strong></em>, <em><strong>"Gam"</strong></em> und <em><strong>"Station am Horizont"</strong> </em>ist kaum bekannt, ein Teil davon erschien erst nach seinem Tod Ende der 1990er Jahre erstmals in Buchform.</p>

<p>Weltberühmt wurde der ehemalige Volksschullehrer und Journalist mit dem 1928 erstmals veröffentlichten Antikriegsroman <em><strong>"Im Westen nichts Neues"</strong></em>. Wie die meisten folgende Werke wurde auch dieses zuerst als Fortsetzungsroman in einer Zeitung abgedruckt. Darin beschreibt <a href="http://www.remarque.de" target="_blank">Remarque</a> das Grauen in den Schützengräben und auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs aus der Sicht des jungen Soldaten Paul Bäumer.</p>

<p>Der zum Jahreswechsel 1931/32 publizierte Roman <em><strong>"Der Weg zurück"</strong></em> ist als Fortsetzung von "Im Westen nichts Neues" zu lesen. Er beschreibt die Schwierigkeiten der aus dem Krieg heimkehrenden Soldaten, sich im zivilen Leben zurechtzufinden. Auch <em><strong>"Drei Kameraden"</strong></em>, erstmals 1936 in Dänemark erschienen, thematisiert das Schicksal der "verlorenen Generation".</p>

<p>In <em><strong>"Liebe Deinen Nächsten"</strong></em> (1939) zeichnet Remarque den Weg des jüdischen Studenten Ludwig Kern nach, der aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflüchtet ist. Der Roman <em><strong>"Arc de Triomphe"</strong></em> (1945) schildert das Schicksal des des Arztes Ravic: Er ist vor den Nazis ins Pariser Exil geflohen und rächt sich an einem SS-Schergen.</p>

<p>Den KZ-Roman <em><strong>"Der Funke Leben"</strong></em> (1952) hat der Schriftsteller seiner Schwester Elfriede Scholz gewidmet, die 1943 vom Volksgerichtshof verurteilt und hingerichtet wurde. Er schildert darin das Leben von "Häftling 509" im fiktiven Konzentrationslager Mellern. Der Roman <em><strong>"Zeit zu leben und Zeit zu sterben"</strong></em> (1954) widmet sich der Frage nach der persönlichen Schuld des einzelnen Soldaten Ernst Graeber an den Verbrechen der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.</p>

<p><em><strong>"Der schwarze Obelisk"</strong></em> (1956) beschäftigt sich mit dem Phänomen des Heimkehrers aus dem Ersten Weltkrieg und den Ursachen des Nationalsozialismus. In <em><strong>"Die Nacht von Lissabon"</strong></em> (1962) schildert Remarque das Gespräch zweier Flüchtlinge vor dem Naziregime in einer Bar im Hafen von Lissabon vor der Abreise in die USA.</p>

<p>Der posthum 1971 veröffentlichte Roman <em><strong>"Schatten im Paradies"</strong></em> schließt daran an. Er beschreibt die Ernüchterung des Geflüchteten im vermeintlichen Paradies USA, wo er Ablehnung und Ausgrenzung erfährt. <em><strong>"Das gelobte Land"</strong></em>, erst 1998 erstmals veröffentlicht, führt diese Handlung fort. Remarque konnte den Roman nicht mehr fertigstellen.</p>

<p>Mit dem Rennfahrerroman <em><strong>"Der Himmel kennt keine Günstlinge"</strong></em> (1959) knüpft Remarque an sein Frühwerk an. Er verbindet die mondäne Welt des Autosports mit der Frage nach dem Sinn von Liebe, Leben und Tod.</p>

<p><strong>Aktuelle Ausgaben der wichtigsten Romane von Erich-Maria Remarque</strong>:</p>

<p><em>Im Westen nichts Neues</em>, Köln: Kiepenheuer &amp; Witsch, 2014. 10 Euro <em>Der Weg zurück</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2014. 14 Euro <em>Drei Kameraden</em>. Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2014. 12 Euro <em>Liebe Deinen Nächsten</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2017. 12,99 Euro <em>Arc de Triomphe</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2017. 15 Euro <em>Zeit zu leben und Zeit zu sterben</em>, Köln: Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 14 Euro <em>Der schwarze Obelisk</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 14 Euro <em>Die Nacht von Lissabon</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2017. 12 Euro <em>Schatten im Paradies</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 14 Euro <em>Das gelobte Land</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2010. 9,99 Euro <em>Der Himmel kennt keine Günstlinge</em>, Köln, Kiepenheuer &amp; Witsch, 2018. 12 Euro.</p>

<p><strong>Orte:</strong>&nbsp;<a href="http://www.remarque.de" target="_blank">Erich Maria Remarque-Friedenszentrum</a>, Markt 6, 49074 Osnabrück</p>

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