Ökumene und Weltreligionen
Hallo, ich habe eine Frage, und zwar: In der Schule musste ich ein Referat über Paulus und seine Heilslehre halten. Ich habe dabei unter anderem herausgestellt, dass aus Paulus' Sicht Juden vom Heilsplan Gottes ausgeschlossen sind und dies antisemitisch sei. In unserer Klasse gibt es zwei Schüler jüdischen Glaubens. Sie haben dafür votiert, am evangelischen Unterricht teilzunehmen. In der Folge meines Referats gab es eine hitzige Diskussion. Unser Lehrer hat sie schließlich beendet, indem er mir eine überzeichnende Darstellung vorgeworfen hat. Ich hätte, so sagte er, die zeithistorischen Bedingungen berücksichtigen müssen. Außerdem hätte ich recherchieren müssen, dass Paulus schwer krank war und seine Äußerungen gegen Juden nach Meinung aller Theologen vor dem Hintergrund seines Leidens zu verstehen sind. Daher hätte ich seine Äußerungen relativieren müssen. Ich bin anderer Auffassung: Wenn der Gründer der christlichen Kirche solche Äußerungen schriftlich an verschiedenen Stellen (!) vertreten hat, dann darf man das erwähnen und kritisieren, oder? Ansonsten kann man immer alles relativieren! Was meinen Sie? Gibt es eine Haltung der evangelischen Kirche zu dem Thema? Danke! MfG Fred
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