Ökumenepreis geht nach Ostdeutschland und Schleswig-Holstein

 Werbefahrt vor der Messehalle beim evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 für Projekt "Mit Luther zum Papst"

©epd-bild/Thomas Lohnes

Das Projekt "Mit Luther zum Papst" gewinnt der Ökumenepreis der ACK 2021 in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen, da es "niedrigschwellig auch mit Konfessionslosen und Ungetauften ins Gespräch über den Glauben zu kommen und die Kirchen in der dortigen Diaspora-Situation zu stärken". Wie auch zu sehen bei dieser Werbefahrt vor der Messehalle beim evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019.

Ökumenepreis geht nach Ostdeutschland und Schleswig-Holstein
Das Projekt "Mit Luther zum Papst" des Bistums Magdeburg, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Kirche Anhalts erhalte den mit 2.500 Euro dotierten Hauptpreis, teilte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit.

Mit dem erstmals vergebenen Innovationspreis in Höhe von 1.000 Euro werde das Projekt "hoffnungsfenster.de" der Stadtökumene Elmshorn ausgezeichnet.

Das Projekt "Luther zum Papst - eine ökumenische Pilgerreise" sei vor allem deshalb ausgewählt worden, weil es sich an eine jugendliche Zielgruppe richte, hieß es zur Begründung. Es sei bereits 2016 im Zusammenhang mit dem Reformationsgedenken auf große Resonanz gestoßen. Eine Neuauflage unter dem Titel "Mit Luther zum Papst - auf nach Rom" sei für diesen Oktober geplant. Außerdem biete die Verortung des Projekts in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen die Möglichkeit, "niedrigschwellig auch mit Konfessionslosen und Ungetauften ins Gespräch über den Glauben zu kommen und die Kirchen in der dortigen Diaspora-Situation zu stärken".

Dem Projekt "hoffnungsfenster.de" in Elmshorn sei es in der von Corona beschwerten Adventszeit 2020 gelungen, dass sich christliche Gemeinden und die Stadtgesellschaft begegnen konnten, etwa durch eine App, geistige Impulse in der Lokalzeitung, einen wandernden Stern und der Beleuchtung von Hoffnungsfestern in der historischen Markthalle. "Durch die gelungenen Verbindungen von analoger und digitaler Welt, Kirchen und Stadtgesellschaft kann das Projekt Modellcharakter für viele andere Orte haben", urteilte die Jury.

Die ACK, die sich für eine Kooperation der unterschiedlichen christlichen Konfessionen in Deutschland einsetzt, verleiht den Ökumenepreis alle zwei Jahre. Die Projekte sollen im Rahmen des Digitalprogramms des 3. Ökumenischen Kirchentags am 15. Mai vorgestellt werden, der Termin für die Preisverleihung steht noch nicht fest. Das Preisgeld wird den Angaben zufolge von kirchlichen Bankhäusern gestiftet.

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