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Bibel
Lieber Herr Muchlinsky,
am letzten Sonntag hatten wir im Gottesdienst 2 Lesungen vom Weinberg: das Gleichnis von den bösen Weingärtnern (Markus 12,1-12) und die Geschichte vom unfruchtbaren Weinberg (Jesaja 5,1-7). Das Gleichnis kannte ich, der Text bei Jesaja war mir nicht so geläufig. Trotz der sehr spannenden Predigt (die aber ganz andere thematische Wendungen nahm) ist mir v.a. der Text bei Jesaja fremd geblieben. Er klingt wie eine Warnung, dass Menschen, die sich nicht Gott zuwenden, dann auch von Gott im Stich gelassen werden. Das passt aber nicht so richtig in das Bild vom "lieben Gott", der sich den Menschen freundlich zuwendet, oder? Das Gleichnis verstehe ich dann wie eine Weitererzählung der Geschichte bei Jesaja, dass Gott sich immer wieder den Menschen zuwendet, wir aber nicht auf seine Boten bzw. Botschaften achten, sondern am Ende sogar Gottes Sohn getötet haben. Was bedeutet dann aber, "er wird kommen und die Weingärtner umbringen" und wie ist dann der Zusammenhang mit dem "Stein, den die Bauleute verworfen haben..."? Oder haben die Texte gar nichts miteinander zu tun? Einzeln genommen verstehe ich sie aber auch nicht...Es wäre sehr freundlich, wenn Sie etwas zu den Texten schreiben könnten. Ihre Erklärung darf auch gern kürzer sein als meine etwas umständliche Frage. Vielen Dank!
Hallo Frau Heu,
ich forsche und lese sehr gerne in der Bibel. Nun bin ich bei einer solchen "Bibelforschung" auf einen Text im Alten Testament (AT) gestoßen, der, wie schon viele Bibeltexte zuvor, besonderes Interesse in mir geweckt hat.
Es geht um den Bibeltext unter Hesekiel 37,1-14 (Israel, das Totenfeld, wird durch Gottes Odem lebendig) Meine Frage dazu ist diese: Wird mit diesem Text, bereits im AT, die Auferstehung von den Toten und die Entstehung eines neuen Leibes beschrieben?
Später, im Neuen Testament (NT), wird in 1. Korinther 15,1-58 (Von der Auferstehung) sehr ausführlich über das Thema Auferstehung und den neuen Leib geschrieben.
In beiden Texten wird also von der Entstehung von etwas Neuem, einem neuen Leib, berichtet und doch lesen sich beide Texte total unterschiedlich.
Können Sie mir, aus Ihrer Sicht, etwas über diese Texte schreiben? Ist es richtig von mir gedacht, wenn ich diese beiden Texte in Verbindung zueinander bringe und sehe?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und bedanke mich schon heute für Ihre Mühe.
Herzliche Grüße
Susanne