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Bibel
Hallo Frau Heu,
Je stärker ich mich mit der Bibel beschäftige, umso stärker beginne ich zu zweifeln.
Ich bin evangelisch aufgewachsen und konnte manchmal die Anwesenheit Gottes in den kleinen Dingen spüren manchmal nur ein leichtes "Seuseln" manchmal hat es mir ein Lächeln in das Gesicht gezaubert.
Aber nun wo ich stärker lese, eine Naturwissenschaftliche/Kulturelle Ausbildung hinter mir habe und stärker in der Bibel lese, zweifele ich immer stärker.
Ich halte besonders das alte Testament für sehr schwierig, weil Gott dort direkt in die Geschichte eingreift. Warum sollte Gott ein Volk bevorzugen? (ich weiß ja, dass man die Geschichten in den historischen Kontext einbetten muss, aber ich werde daraus irgendwie nicht schlau)
Weiter im Neuen Testament die Evangelien, die ich sehr verehre weil dort ein humanistisches Menschenbild gezeichnet wird. Nun spricht aber Jesus plötzlich vom Weltuntergang und sagt es werde wie auf der Arche Noah sein. Wenn zwei Menschen auf dem Feld arbeiten wird nur einer mitgenommen.
Also hier wird wieder ein Bild von einem zornigen Gott gezeigt, statt wie sonst gepredigt einem Barmherzigen.
Ich hoffe Sie können nachvollziehen was ich mit all dem meine. Ich bin mir nicht sicher, ob ich meine Frage auf den Punkt gebracht habe, weil sich da noch einiges in mir bewegt.
Vielen Dank!