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Armut und Hunger
Lieber Herr Muchlinsky,
ich habe ein Problem. Und zwar mit dem Vers in Maleachi 3.8.
Ich habe schon sehr viel zum Zehnten gehört und gelesen und daraus hat sich ein richtiger Zwang und eine Angst entwickelt, dass wenn man es nicht macht (10 Prozent geben), kommt man nicht in den Himmel. Ich gebe keine zehn Prozent.
Ich gebe immer so wie es mir in den Sinn kommt je nach Situation.
Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich nicht bereit bin, 10 Prozent abzugeben, weil ich es ja auch für meine Mann und mich brauche /Urlaub, Haus, Versicherung usw.
Bin ich jetzt wohl geldsüchtig?
Das nächste Problem ist, dass ich langsam denke, dass ich kein Geld für mein Vergnügen ausgeben darf /Kino, Urlaub, Theater, Essen gehen, Geschenke, Puzzle, Ausgaben für Hobbys.
Stimmt das, also darf ich für mein Vergnügen kein Geld ausgeben, weil ich könnte das ja auch spenden. Also darf ich nicht in Urlaub gehen usw? Mich plagt schon immer das schlechte Gewissen, dass Gott sauer ist, wenn ich nicht das Geld spende, sondern lieber Sachen für Hobbys kaufe oder in Urlaub gehe. zB habe ich letztens erst meinem Mann einen Billardtisch geschenkt und frage mich jetzt, ob Gott deshalb sauer ist und ich dann nicht in den Himmel komme (weil ich das Geld für den Billardtisch ja nicht spende).
Erst heute habe ich wieder gelesen, dass es so ist, dass ein Christ 10 Prozent abzugeben hat. Außerdem habe ich gehört, dass Gott traurig sei, wenn wir ihm nicht bei Gehaltszahlung sofort 10 Prozent zurückgeben und oft liest man im Internet auch, man vertraue dann zu wenig, wenn man nicht 10 Prozent abgibt.
Können Sie mir da helfen? Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Liebe Grüße
eine Christin aus der ev. Landeskirche
die gerne das Leben genießen will, aber Angst hat, dass sie kein Geld für Vergnügen ausgeben darf
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