Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" verzeichnet deutlich mehr Spenden

Die Vereinten Nationen haben dort Anfang Februar eine Hungersnot ausgerufen – die höchste Alarmstufe für die Knappheit von Lebensmitteln. Bei der Hungersnot in Somalia 2011 starben in 18 Monaten rund 260.000 Menschen

Foto: Help/Simaitis

Hungersnot in Afrika: Die Vereinten Nationen haben dort eine Hungersnot ausgerufen – die höchste Alarmstufe für die Knappheit von Lebensmitteln.

Die humanitären Krisen in Afrika und Syrien sowie in Jemen und Myanmar haben die Menschen so berührt, dass sie 2017 deutlich mehr gespendet haben.

Das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Spenden-Anstieg verzeichnet. Wie der Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen am Freitag in Bonn mitteilte, stiegen die Spenden 2017 gegenüber dem Vorjahr um 19,5 Millionen auf über 43,3 Millionen Euro an. Grund für den Zuwachs seien die vielen humanitären Krisen unter anderem in Afrika und Syrien sowie in Jemen und Myanmar gewesen, sagte die Sprecherin des Bündnisses, Kai Mirjam Kappes.

Noch nie seien so viele Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen gewesen wie im vergangenen Jahr, hieß es weiter. Mehr als 44 Millionen Menschen hätten Ende 2017 in Afrika und im Jemen vor dem Hungertod gestanden. Zur Unterstützung der Notleidenden in Afrika seien beim Bündnis 18,2 Millionen Euro eingegangen, mehr als vier Millionen Euro seien für Menschen im Jemen gespendet worden.

Mit dem Geld seien unter anderem Trinkwasser, Nahrungsmittel, Hygieneschulungen und medizinische Versorgung finanziert worden. Durch die große Hilfsbereitschaft deutscher Spender habe das Leid vieler von Katastrophen betroffener Menschen gelindert werden können. Der "Aktion Deutschland Hilft" gehören 23 Hilfsorganisationen an, darunter World Vision, Care, die Johanniter Unfall-Hilfe und der Paritätische Wohlfahrtsverband.