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Ralf Heimann
Ralf Heimann ist freier Journalist und Autor des preisgekrönten Blogs Altpapier.
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Wieder keine Schnellstraße
Um Vertrauen in den Journalismus zurückzugewinnen, müssen sich einige Dinge ändern - zum Beispiel die Personalentscheidungen, sagt Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans. Thomas Knüwer macht sechs weitere Vorschläge, um die Medienwelt endlich zurück in die Gegenwart zu holen. Und T-Online schneidet alle Zöpfe ab - für einen Neuanfang als Startup.
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Endgeile Klicker
Troll-Probleme lassen sich auch per Anruf lösen. Wieder was gelernt. Gerald Hensel kritisiert, dass der Hass in der Berichterstattung oft immer noch viel zu nett rüberkommt. Shahak Shapira berichtet von seinem vergeblichen Kampf gegen die Netz-Windmühle. Und die vernünftigste Idee im Kampf gegen Fake News hat nichts mit Technik zu tun - sie kommt dennoch von einem Software-Unternehmen.
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Dieselgate und Knäckebrot
Der Autoindustrie ist ein großer PR-Coup gelungen. Nachdem sie das ganze Land über Jahre betrogen hat, folgt nun keine Strafe: Die Pkw-Hersteller können so tun, als wären sie ganz freiwillig Umweltfreunde. Journalisten helfen ihnen dabei. In der Schweiz haben Journalisten indes gezeigt, dass sie selbst alle PR-Tricks beherrschen - ausgerechnet auch noch jene, die ganz besonders für Ehrlichkeit und Transparenz stehen wollen.
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Finanzielle Gewichtsprobleme
Am Ende muss man wieder alles selber machen. Das von den ARD-Anstalten nicht zustandegebrachte Statement zum Tag der Pressefreiheit liefert Deniz Yücel jetzt eben selbst. Mittlerweile verzweifelt sogar Erdogans Anwalt und legt sein Mandat nieder. ARD und ZDF plagen ganz andere Sorgen. Sie wollen angeblich abnehmen, wissen aber nicht, wie - und bis das geklärt ist, reden sie sich den Speckbauch eben schön.
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Überraschende Blasenschwäche
Das Recherche-Zentrum Correctiv macht sich mit einer Sex-Enthüllung keine Freunde. Dabei geht es eigentlich gar nicht um Sex. Eine Datenrecherche der SZ enthüllt ein überraschendes Verbindungselement zwischen Sympathisanten von Linkspartei und CDU. Und möglicherweise muss sogar der Facebook-Algorithmus freigesprochen werden.
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Versuch einer Medienstrategie
Die AfD versucht auf allen möglichen Wegen, kritische Berichterstattung zu unterbinden, erreicht damit aber oft das genaue Gegenteil. Zuletzt erschien ein Schwarzbuch. Donald Trump geht mit Kritikern anders um als Frauke Petrys Leute. Aber es gibt auch hier Parallelen. Russland ist schon ein ganzes Stück weiter. Dort braucht man die Kritiker inzwischen sogar wieder, weil sonst keiner mehr die Propaganda braucht.
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Die Illusion eines Gesprächspartners
Facebook hat auf seiner Entwickler-Konferenz einige verrückte neue Dinge vorgestellt, die Tom Kummer helfen könnten, aber auch anderen Journalisten. Am Rande ging es dabei um ein aktuelles Thema: Was kann der Konzern dagegen unternehmen, dass Straftaten live gestreamt werden? Das Problem lässt sich wohl nicht auf einem Bierdeckel lösen. Aber zumindest gegen die Hasskommentare haben Facebook-Aktivisten ein sehr simples Mittel gefunden. Und das ist anscheinend gar nicht so schlecht.
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Örtliche Betäubung des Kartellrechts
Unternehmen lernen langsam, dass man mit Kunden nicht machen kann, was man will - jedenfalls nicht, wenn sie bei Twitter oder Facebook angemeldet sind. Sascha Lobo findet: Im Zweifel müssen sie eben vom Markt verschwinden. Zeitungsverlage könnte das auch treffen. Aber sie haben einen Weg gefunden, weiterzuexistieren, ohne dem Kunden gerecht werden zu müssen.
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Vertrauen mit Rostbeulen
Eine Studie europäischer Rundfunkanstalten behauptet: Die Jugend hat kaum noch Vertrauen in Medien. Allerdings trägt die Studie selbst nicht unbedingt dazu bei, welches aufzubauen. Das Phänomen "Social Propaganda" macht alles noch schlimmer. Der Versuch einer Talkshow, den Korrosionsprozess aufzuhalten, scheitert an den Schranken des Formats. Und: Dieter Gorny und Mathias Döpfner führen ein "endloses Doppel-Selbstgespräch".
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Verfluchtes Neuland
Youtube und Landesmedienanstalten. Das klingt wie: Thermomix und Faustkeil. Und das passt irgendwie nicht zusammen. Peter Tauber hält das Vorgehen der Medienwächter gegen Youtuber für nicht mehr zeitgemäß, vergisst dabei aber offenbar etwas gar nicht so Unwichtiges. Und ein Medienmanager hat endlich eine Lösung gefunden, um die Lokalzeitung vor der digitalen Konkurrenz zu retten - allerdings eine recht absurde.
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Unklare Verhältnisse
Regeln sind nur dann sinnvoll, wenn sie von den Beteiligten akzeptiert werden. Aus diesen Grund hat der Presserat eine wichtige Regel überarbeitet. Die Zeitungsverleger haben wie angekündigt damit begonnen, Wettbewerbsregeln juristisch durchzusetzen. Die Landesmedienanstalten hätten gern neue Regeln, um die Einhaltung anderer garantieren zu können. Und der türkische Präsident hält sich weiter an gar keine Regeln. Aber in dieser Sache gibt es immerhin eine gute Nachricht.
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Der Kampf um die Nische
Egal, was es schon gab: Irgendwem fällt immer noch was Unglaublicheres ein. Fake-Teaser für eigentlich wahre Nachrichten. Breaking Product News oder ein Magazin für Best Ager. Das alles gibt es jetzt. Und auch in den alten Nischen und Sparten bleibt nichts, wie es war. Der Kinderkanal zum Beispiel will jetzt auch für Erwachsene interessant werden.
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Ende der Karenz
Wie lange dauert eigentlich so eine Schonfrist? Im Fall Deniz Yücel deutet sich langsam ihr Ende an. Christian Füller will Yücel vom Sockel holen. Bernd Ulrich hält der FAZ den Spiegel vor. Ein türkischer Minister bemängelt die Meinungsfreiheit in Deutschland. Wer steht noch mal wo? Es ist alles nicht mehr so ganz klar. Das zeigt auch der neue Fernsehsender des FC Bayern München.
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Hallo Welt!
Journalisten sollten ihre Meinung sagen. Aber wirklich nur das? Auch darum geht es im Fall Deniz Yücel - und damit um die Frage, ob Hanns Joachim Friedrichs alter Satz noch gilt. Ulf Poschardt gibt einen ungeschönten Einblick in die Gemütslage der Redaktion. Deniz Yücel schreibt aus dem Gefängnis. Und während sich alle einig darin sind, dass die Pressefreiheit sehr wichtig ist, kommt dann doch die Frage auf, ob die Zeitungsverleger es damit auch wirklich ernst meinen.
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Der journalistische Streisand
Mehr Licht. Waren das wirklich Goethes letzte Worte? Egal, jetzt ist es das neue Motto der Washington Post. Deniz Yücel lässt sich von seiner Mission offenbar auch im Gefängnis nicht abhalten. Mit dem Versuch, ihn verstummen zu lassen, erreicht die türkische Regierung im Ausland das Gegenteil. Eine neue Studie zeigt, dass Tatsachen vielen gar nicht so wichtig sind. Der Bild-Zeitung kann das nur recht sein. Sie arbeitet weiter fleißig an ihrer Transformation zum Slapstick-Portal.
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