"Katholikentag wird großes Fest des Glaubens"

Zahlreiche Menschen bevölkern die Alte Mainbrücke in Würzburg.
epd-bild/Daniel Peter
Die letzten Vorbereitungen zum 104. Katholikentag in Würzburg, der am 13. Mai beginnt, laufen auf Hochtouren.
Bischöfin bei Katholiken
"Katholikentag wird großes Fest des Glaubens"
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Ab dem 13. Mai werden in Würzburg viele Besucher beim Katholikentag erwartet - unter ihnen auch Regionalbischöfin Gisela Bornowski. Sie verrät im Interview mit dem epd, dass sie vor allem die Atmosphäre und die Gemeinschaft genießen will.

Vom 13. bis 17. Mai werden im unterfränkischen Würzburg Tausende Gäste zum Katholikentag erwartet. Auch mit dabei ist die evangelische Ansbach-Würzburger Regionalbischöfin Gisela Bornowski.

Sie freut sich auf die Begegnungen und Gespräche dort und erläutert, weshalb sie persönlich auch gut damit leben könnte, wenn es künftig grundsätzlich Ökumenische Kirchentage gäbe.

epd: Frau Bornowski, Sie besuchen als evangelische Regionalbischöfin den Katholikentag - was genau machen Sie dort?

Gisela Bornowski: Ich werde vor allem einfach da sein, mitfeiern, Menschen begegnen, die Atmosphäre und die Gemeinschaft vieler genießen. Bei der Eröffnungsveranstaltung werde ich bei einer kurzen Podiumsdiskussion zum Thema "Synodale Kirche" mit dem katholischen Würzburger Bischof Franz Jung und Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen und über unsere synodale Arbeit in der bayerischen evangelischen Landeskirche berichten.

Regionalbischöfin Gisela Bornowski könnte gut damit leben, wenn es künftig grundsätzlich Ökumenische Kirchentage gäbe.

Evangelischer Kirchentag, Katholikentag, Ökumenischer Kirchentag - braucht es diesen Dreiklang eigentlich noch?

Bornowski: Noch sind alle diese Veranstaltungen gut besucht, das spricht meines Erachtens für den Dreiklang. Mit der Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl tun wir uns immer noch schwer. Das würde uns bei den Gottesdiensten vor eine Herausforderung stellen.

Ich persönlich könnte mir auch grundsätzlich Ökumenische Kirchentage vorstellen. Das wäre ein gemeinsames christliches Zeugnis in die Gesellschaft hinein. Ich habe aber Zweifel, dass sich das schon umsetzen lässt.

Gibt es einen Termin beim Katholikentag in Würzburg, auf den Sie sich besonders freuen oder an den Sie besondere Erwartungen haben?

Bornowski: Natürlich habe ich die Eröffnung am Mittwoch besonders im Blick. Ich bin auch schon ein wenig aufgeregt. Aber ich bin vor allem sehr gespannt auf die unterschiedlichen Begegnungen und auch wie sich die evangelischen Gemeinden einbringen. Es wird ein großes Fest des Glaubens sein.