Vom 13. bis 17. Mai werden im unterfränkischen Würzburg Tausende Gäste zum Katholikentag erwartet. Auch mit dabei ist die evangelische Ansbach-Würzburger Regionalbischöfin Gisela Bornowski.
Sie freut sich auf die Begegnungen und Gespräche dort und erläutert, weshalb sie persönlich auch gut damit leben könnte, wenn es künftig grundsätzlich Ökumenische Kirchentage gäbe.
epd: Frau Bornowski, Sie besuchen als evangelische Regionalbischöfin den Katholikentag - was genau machen Sie dort?
Gisela Bornowski: Ich werde vor allem einfach da sein, mitfeiern, Menschen begegnen, die Atmosphäre und die Gemeinschaft vieler genießen. Bei der Eröffnungsveranstaltung werde ich bei einer kurzen Podiumsdiskussion zum Thema "Synodale Kirche" mit dem katholischen Würzburger Bischof Franz Jung und Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen und über unsere synodale Arbeit in der bayerischen evangelischen Landeskirche berichten.
Evangelischer Kirchentag, Katholikentag, Ökumenischer Kirchentag - braucht es diesen Dreiklang eigentlich noch?
Bornowski: Noch sind alle diese Veranstaltungen gut besucht, das spricht meines Erachtens für den Dreiklang. Mit der Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl tun wir uns immer noch schwer. Das würde uns bei den Gottesdiensten vor eine Herausforderung stellen.
Ich persönlich könnte mir auch grundsätzlich Ökumenische Kirchentage vorstellen. Das wäre ein gemeinsames christliches Zeugnis in die Gesellschaft hinein. Ich habe aber Zweifel, dass sich das schon umsetzen lässt.
Gibt es einen Termin beim Katholikentag in Würzburg, auf den Sie sich besonders freuen oder an den Sie besondere Erwartungen haben?
Bornowski: Natürlich habe ich die Eröffnung am Mittwoch besonders im Blick. Ich bin auch schon ein wenig aufgeregt. Aber ich bin vor allem sehr gespannt auf die unterschiedlichen Begegnungen und auch wie sich die evangelischen Gemeinden einbringen. Es wird ein großes Fest des Glaubens sein.




