Dresdner Museum erinnert mit Keks-Denkmal an Ersten Weltkrieg

Soldatenkekse für ein essbares Kunstwerk

Foto: dpa/Matthias Hiekel

Sächsische Bäcker fertigen in der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen die letzten 500 Kekse für "Stela" - ein essbares Denkmal aus 18.000 Keksen in Soldatenform.

Dresdner Museum erinnert mit Keks-Denkmal an Ersten Weltkrieg
Zur Erinnerung an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg installiert der neuseeländische Aktionskünstler Kingsley Baird in Dresden ein Denkmal aus 18.000 Keksen in Soldatenform. Das essbare Keks-Monument soll vom 12. Juli an im Militärhistorischen Museum der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Besucher seien eingeladen, die Kekse mit einem Gewicht von jeweils 35 Gramm mitzunehmen oder auch zu verzehren, sagte Gorch Pieken, wissenschaftlicher Leiter des Militärhistorischen Museums Dresden, am Dienstag in Dresden.

Insgesamt wurden 600 Kilogramm Butter-Haferflocken-Kekse gebacken. Das Projekt "Stela" (Stele) sei ein Versuch, die Distanz zwischen ehemaligen Feinden zu verringern, erklärte Baird. Zugleich erhoffe er sich eine Reflektion des Ersten Weltkrieges in der Gegenwart.

Seit Dienstag stapelt der Aktionskünstler die Kekse im Dresdner Museum in einem sogenannten Kenotaphen (altgriechisch: leeres Grab) übereinander. Die Installation sei eine "Hommage an die Soldaten im Ersten Weltkrieg und von heute - wir nehmen den Soldaten in uns auf", erklärte Piecken. Das sei eine symbolische Handlung. 

Den Anstoß für das Aktionskunstprojekt erhielt Baird, der Dozent an der Massey University in Neuseeland ist, bei einem Besuch auf den deutschen Soldatenfriedhöfen in Vladslo und Langemark (Belgien). Die Kekse in sechs verschiedenen Formen ähneln in ihren Umrissen den Silhouetten von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat die neuseeländische Botschaft in Deutschland übernommen.

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