Proteste gegen Rechtsrockkonzert im Harz

Proteste gegen Rechtsrockkonzert im Harz
Hunderte Menschen haben am Samstag in Nienhagen (Landkreis Harz) gegen ein Skinheadkonzert protestiert, zu dem am Abend über 1.000 Teilnehmer erwartet wurden.

Den Auftakt der Gegenaktionen bildete ein Straßenfest, an dem sich auch Landesinnenminister Holger Stahlknecht (CDU) beteiligte. Sachsen-Anhalt sei ein weltoffenes und buntes Land, sagte er.


Für den Abend war vom Deutschen Gewerkschaftsbund eine Demonstration geplant. Auf dem Programm der Konzertgegner standen ferner zwei Andachten in der Kirche von Nienhagen sowie eine Andacht unter freiem Himmel mit Bläsern jeweils unter dem Motto "Farbe bekennen". Eingeladen dazu hatte der Evangelische Kirchenkreis Halberstadt.

Die Verbandsgemeinde Vorharz hatte das Konzert wegen Sicherheitsbedenken untersagt. Sachsen-Anhalts Oberverwaltungsgericht gab dann aber in letzter Instanz einem Widerspruch des Veranstalters gegen das Verbot statt. Minister Stahlknecht wies darauf hin, dass die Polizei das Konzert abbrechen könne, wenn verbotene Lieder gespielt würden.

Die Demonstration beginnt um 18.30 Uhr, die Andachten finden um 18 Uhr, 20.30 Uhr und 22 Uhr statt.

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