Kurschus: Rollenzuweisungen an Frauen und Männer hinterfragen

Kurschus: Rollenzuweisungen an Frauen und Männer hinterfragen
Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, weist daraufhin, dass noch nicht annähernd gleich viele Frauen wie Männer im Pfarramt tätig sind.

Seit 40 Jahren haben Theologinnen in der Evangelischen Kirche von Westfalen die gleichen Rechte wie ihre männlichen Kollegen. Für Präses Annette Kurschus ist der Beschluss zur rechtlichen Gleichstellung von 1974 "ein Meilenstein auf einem Weg, der lange vorher begonnen hatte".

Doch 40 Jahre später seien noch nicht annähernd gleich viele Frauen wie Männer im Pfarramt und in anderen verantwortlichen Positionen tätig, sagte Kurschus am Donnerstag auf der Tagung "Frauen in Führung" der westfälischen Landeskirche in Schwerte.

36 Prozent Frauen im Pfarrdienst stehen in der westfälischen Landeskirche 64 Prozent Männern gegenüber. Auf der Leitungsebene der Kirchenkreise sind es inzwischen immerhin 25 Prozent Frauen, nämlich sieben Superintendentinnen gegenüber 22 Superintendenten.

"Wir bleiben unterwegs als Theologinnen in unserer Kirche. Mit viel Sehnsucht im Herzen nach dem, was noch lange nicht selbstverständlich ist", sagte Annette Kurschus, die seit 2012 als erste Frau an der Spitze der westfälischen Landeskirche steht. Zu diesem Unterwegssein gehöre die Freude "an dem, was die vor uns und die neben und die mit uns geschafft haben" ebenso wie die unerledigten Aufgaben.

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