Nach Scheidung wiederverheiratete Katholiken hoffen auf Rom

Nach Scheidung wiederverheiratete Katholiken hoffen auf Rom
Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat zur Problematik der wiederverheiratet Geschiedenen in der katholischen Kirche auf die Familiensynode im Herbst in Rom vertröstet. Die Synode sei die beste Möglichkeit, sich da fest einzumischen, sagte der Bischof am Samstag beim Katholikentag in Regensburg.

 Die Hoffnung innerhalb der katholischen Kirche ist groß, dass bei der Synode, zu der Papst Franziskus eingeladen hat, eine Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten beschlossen wird.

Bode verwies unterdessen auf die kirchenrechtliche Dimension der katholischen Ehe, die auch nach einer Scheidung bestehen bleibe. Die Ehe ende nicht, nur wenn zwei Menschen nichts mehr miteinander zutun haben, sagte der Bischof. Zugleich stellte er infrage, ob eine zweite Ehe mit neuen Qualitäten bis zum Lebensende ein Ausschluss von den Sakramenten bedeuten müsse. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat 2012 eine Arbeitsgruppe zu dem Thema eingesetzt.

Mit Blick auf eine mögliche Öffnung des Diakonats für Frauen wies der Osnabrücker Bischof Bode die Forderung zurück, Frauen zu Diakoninnen zu weihen. "Mir ist es manchmal lieber, die Fragen bleiben offen", sagte der Bischof. Hier müsse zunächst eine theologische Klärung erfolgen. Zugleich befürwortete Bode allerdings eine Frauenquote von 30 Prozent für kirchliche Leitungsämter, die keine Weihe voraussetzen. Das Gesicht der Kirche werde nach Außen zu sehr männlich dargestellt, sagte Bode. Es sei absolut notwendig, sich hier zu öffnen.

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