Demonstration in Berlin für "Rettung der Energiewende"

Demonstration in Berlin für "Rettung der Energiewende"
Mehrere Tausend Atomkraftgegner und Umweltaktivisten haben am Samstag in Berlin für eine konsequente Energiewende demonstriert.

Zu einer Auftaktkundgebung unter dem Motto "Energiewende retten - Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom" hatten sich die Teilnehmer am Mittag vor dem Berliner Hauptbahnhof versammelt. Anschließend fanden ein Protestzug durch das Berliner Regierungsviertel und eine "Umzingelung" des Bundeskanzleramtes statt. Die Veranstalter sprachen von 16.000 Teilnehmern. Die Polizei machte keine Angaben.

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Auf Spruchbändern und Transparenten war unter anderem zu lesen "Energiearmut bekämpfen", "Energiewende durchsetzen", "Atom- und Kohlelobby stoppen", "Atomkraft? Nein danke!" oder "Energiewende jetzt". Außerdem ließen die Teilnehmer selbst bemalte Drachen vor dem Reichstagsgebäude in den Himmel steigen.

Zu der Demonstration aufgerufen hatten unter anderem Anti-Atomenergie-Initiativen, Attac, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz und die Naturfreunde Deutschlands. Insgesamt gehörten über 60 Organisationen zu den Initiatoren, von der örtlichen Bürgerinitiative bis zu großen Umweltverbänden und Energiewende-Organisationen. Nach deren Angaben waren Teilnehmer aus bundesweit mehr als 70 Städten mit Bussen angereist.

Die Initiatoren warfen Union und SPD vor, mit ihrem in dieser Woche ausgehandelten Koalitionsvertrag einen Frontalangriff auf die Energiewende zu planen. Während "Kohle-Dreckschleudern" noch mehr Subventionen erhalten sollen, drohten die Erneuerbaren Energien ausgebremst zu werden, hieß es. Die Chance, mit der Energiewende beim Klimaschutz ernst zu machen, Atomkraft abzuschalten, den Stromkonzernen den Stecker zu ziehen und für eine Energieversorgung in Bürgerhand zu sorgen, werde nicht genutzt.