Evangelische Kirchen in Niedersachsen rücken enger zusammen

Evangelische Kirchen in Niedersachsen rücken enger zusammen
Die evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen wollen enger zusammenarbeiten. Nach der Braunschweiger Landeskirche befürwortete auch die oldenburgische Landeskirche eine verschlankte Form der Konföderation der evangelischen Kirchen in Niedersachsen.

Die in Rastede bei Oldenburg tagende Synode stimmte am Freitag einem entsprechenden Vertrag der fünf Landeskirchen zu.

Danach soll ab 2015 unter anderem das Parlament der landesweiten Konföderation ersatzlos wegfallen. Die Landeskirchen Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer repräsentieren zusammen rund vier Millionen Protestanten in Niedersachsen. Sie beraten seit längerem über eine bessere, engere und effektivere Zusammenarbeit. 2009 war ein Versuch, eine einheitliche Kirche für das Bundesland zu bilden, am Widerstand der kleineren Kirchen gescheitert.

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister, begrüßte die Braunschweiger Entscheidung zur Konföderation. "Dadurch werden die guten nachbarschaftlichen Beziehungen verstärkt", sagte er am Freitag vor dem braunschweigischen Kirchenparlament in Goslar. Die Zusammenarbeit der fünf Kirchen werde immer wichtiger, betonte Meister. Die Flüchtlingspolitik oder Fragen zu Atommüll-Standorten wie Gorleben oder der Asse seien gemeinsame Themen der niedersächsischen Kirchen. "Wir brauchen eine offensive, pointierte, klare Strategie", ergänzte Meister.

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