Synode setzt sich für Hellersdorfer Asylbewerber ein

Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf

Foto: dpa/Paul Zinken

Synode setzt sich für Hellersdorfer Asylbewerber ein
Die Synodalen im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree stellen sich hinter die Asylbewerber in Hellersdorf und stellen 20.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis zur Verfügung.

"Die Fremdlinge sollst Du nicht bedrängen und bedrücken", heißt es im 2. Buch Mose, Kap. 22. Das hat sich die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Lichtenberg-Oberspree zu Herzen genommen und bei ihrer Tagung am 7. September beschlossen, 20.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit in ihrem Kirchenkreis zur Verfügung zu stellen. Dort liegt auch das Flüchtlingsheim Hellersdorf, um das es in den letzten Wochen heftige Diskussionen und Demonstrationen gab.

Die Kreissynode sprach sich einstimmig "gegen jede Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" aus. In ihrer Erklärung lobten die Synodalen alle, "die sich vor Ort um eine hilfreiche Willkommenskultur für die Asylsuchenden bemühen", und ermutigte alle Menschen, anderen Menschen in Not zu helfen.

Die Kreissynode Lichtenberg-Oberspree stellte sich außerdem hinter die Forderungen des Berliner Bischofs Markus Dröge, die Residenzpflicht und das Arbeitsverbot für Asylbewerber aufzuheben.