Umweltministerium will Bio-Siegel überprüfen

Umweltministerium will Bio-Siegel überprüfen
Das Bundesumweltministerium hat angekündigt verschiedene Bio- und Öko-Siegel, die zurzeit angeboten werden, zu überprüfen. "Die Verbraucher können die Siegel kaum voneinander unterscheiden und fühlen sich häufig überfordert", sagte Ulf Jaeckel, Referatsleiter im Bundesumweltministerium, am Donnerstag bei einer Expertenveranstaltung in Berlin.

 Die Prüfung solle dazu beitragen, den Verbrauchern zu zeigen, welche Siegel es gebe und nach welchen Kriterien sie vergeben werden, ergänzte Jaeckel. Von politischer Seite gebe es dringenden Handlungsbedarf.

Generell ist das Interesse der Bundesbürger an Bio- oder Fair Trade-Produkten gewachsen. Vor allem bei Kaffee, Obst oder auch Kosmetik würden immer mehr Menschen auf Produkte ausweichen, die die Bio-Kennzeichnung tragen, fair gehandelt sind oder aus der Region kommen, sagte Wolfgang Adlwarth von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). In kaum einem anderen Bereich des Einzelhandels gebe es solche Wachstumsraten. Die großen Lebensmitteldiscounter hätten daher längst auf diesen Trend reagiert.

Hohes Wachstum auch bei energiesparenden Geräten

Eine ähnliche Entwicklung hat Adlwarth auch bei der Nutzung von energiesparenden Haushaltsgeräten beobachtet. Die Befragten seien zunehmend bereit, für Kühlschränke oder Waschmaschinen mehr zu bezahlen, wenn auf lange Sicht hin die Öko-Bilanz stimme, hob der Konsumforscher hervor.

Die größten Befürworter von Bio- und Öko-Produkten finden sich unter Akademikern zwischen 25 und 45 Jahren, die über mittlere bis hohe Einkommen verfügen. Umfragen der GfK zufolge leben die meisten in Großstädten im Süden Deutschlands.

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