US-Pfadfinder schieben Entscheidung über Schwule auf

US-Pfadfinder schieben Entscheidung über Schwule auf
Die US-amerikanische Pfadfinderbewegung Boy Scouts of America hat eine Entscheidung über die Zulassung Homosexueller aufgeschoben. Wie der Nachrichtensender CNN am Mittwoch berichtete, wird die größte Jugendorganisation im Land eigenen Angaben zufolge nun erst im Mai beschließen, ob sie ihre seit Jahrzehnten bestehende Sperre für offen schwule Jungen und Betreuer aufheben will. Ursprünglich wollte der Pfadfinderdachverband dies am Mittwoch entscheiden.

Die Ankündigung der Pfadfinder, sie würden ihre landesweit geltende "Vorschrift betreffend sexueller Orientierung" möglicherweise bald fallenlassen, hat unter Konservativen in den USA massive Kritik ausgelöst. Homosexualität sei unvereinbar sei mit den Boy-Scouts-Werten, heißt es. Im Jahr 2000 hatten die Boy Scouts bei der Verteidigung dieser Haltung bis zum Obersten US-Gericht gekämpft.

Führende Politiker hatten sich in den Streit eingeschaltet.  Schwule und Lesben sollten gleichberechtigten Zugang zu allen Organisationen haben, sagte US-Präsident Barack Obama.

Nach eigenen Angaben haben die Boy Scouts in den USA 2,7 Millionen jugendliche und eine Million erwachsene Mitglieder. Pfadfinder versprechen "bei ihrer Ehre", alles in ihrer Kraft Stehende zu tun, um ihre "Pflicht" gegenüber Gott, der Nation und ihren Mitmenschen zu erfüllen. Sie wollen "moralisch rein leben im Denken, im Wort und in der Tat". Knapp 70 Prozent der Pfadfindergruppen in den Vereinigten Staaten werden von Kirchen gesponsert.

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