Ökumene-Preis für beste Predigt, Lebenswerk und FaithCast

Steffi und Ellen Radke
Anders Amen
Steffi und Ellen Radtke sind miteinander verheiratet. In ihrem YouTube-Format "Anders Amen" zeigten sie über sechs Jahre lang, wie gut die Verbindung "queer und Kirche und Dorf" funktionieren kann.
Würdige Preisträger:innen
Ökumene-Preis für beste Predigt, Lebenswerk und FaithCast
Der ökumenische Predigtpreis Bonn würdigt in diesem Jahr eine Pfingstpredigt, den Youtube-Kanal "AndersAmen" und den Podcast "Stachel und Herz". Die Formate sind evangelisch.de-Leser:innen bekannt.

Der ökumenische Predigtpreis Bonn geht in diesem Jahr fast ausschließlich an Frauen. Den Preis für die "Beste Predigt" erhält die Marburger Pfarrerin Antje Armstroff für ihre Ansprache am Pfingstmontag zu einem Text aus dem Johannes-Evangelium, wie die Universität Bonn am Mittwoch mitteilte. Darin habe sie persönliche Konflikte und gescheiterte Friedensverhandlungen mit biblischen Szenen verbunden.

Den Preis für ihr "Lebenswerk" erhalten die beiden miteinander verheirateten Pastorinnen Ellen und Stefanie Radtke aus der St. Michaelis Gemeinde in Osnabrück. Mit ihrem Youtube-Kanal "AndersAmen", auf dem sie sich seit 2020 mit persönlichen, theologischen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigen, erreichten sie Menschen weit über klassische kirchliche Milieus hinaus, lobte die Jury.

Podcast "Stachel und Herz"

Sarah Vecera, Thea Hummel und Julian Elf von der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) gewinnen mit dem Podcast "Stachel und Herz" den FaithCast. Darin sprächen sie persönlich, politisch und mit Humor über Rassismus, Sexismus, gesellschaftliche Machtverhältnisse, Kirche und Gerechtigkeit, hieß es. Die Verleihung des Predigtpreises findet am 27. Oktober im Festsaal der Universität Bonn statt.

Der undotierte Predigtpreis wird seit dem Jahr 2000 in Bonn verliehen und inhaltlich von der evangelisch-theologischen und der katholisch-theologischen Fakultät sowie dem Altkatholischen Seminar verantwortet. Ausgezeichnet werden Predigten, "die einen hervorragenden Beitrag zur Redekultur in den Kirchen im deutschsprachigen Raum leisten und durch ihren theologischen Gehalt, biblische Fundierung, Erfahrungsnähe und Glaubwürdigkeit überzeugen".

 

Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Hanns Dieter Hüsch, Walter Jens, Margot Käßmann sowie Luisa Neubauer. Seit 2023 wird der Preis durch den Verlag am Birnbach unterstützt, der bundesweit Kirchengemeinden mit Arbeitsmaterialien, Geschenkartikeln und Literatur beliefert.