Mit ihrer Aktion "700.000 Bäume in sieben Jahren" will die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) das Bewusstsein für den Schutz der Wälder stärken. Nach Angaben von Bischöfin Beate Hofmann wurden innerhalb der ersten drei Jahre rund 70.000 Bäume im Rahmen der Initiative gepflanzt.
Entscheidend sei nicht allein die Zahl der Bäume, sondern dass Menschen sich mit den Folgen des Klimawandels und der Bewahrung der Schöpfung auseinandersetzten.
Hofmann betont, dass Pflanzaktionen eine persönliche Beziehung zum Wald entstehen ließen. In vielen Kirchengemeinden gibt es laut EKKW eigene Projekte wie Tauf- oder Konfirmationsbäume sowie Baumpflanzungen bei Jubiläen. Dabei würden auf Flächen von Hessen-Forst und auf privaten oder kirchlichen Flächen klimaangepasste Baumarten wie Elsbeere, Bergahorn oder Traubeneichen gepflanzt.
Klosterwald in Schlüchtern, Taufwald in Nidderau
Ein Fokus liege auf dem Klosterwald Schlüchtern im Kirchenkreis Kinzigtal, wo mithilfe von Spenden aufgeforstet werde. Nidderau beispielsweise habe einen Taufwald. In Willingen beteilige sich eine Kita jedes Jahr zum Tag des Waldes.
Die EKKW habe dafür mit dem Landesbetrieb Hessen Forst, mit dem Hessischen Waldbesitzerverband und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald strategische Partnerschaften vereinbart. Mitarbeitende von Hessen-Forst unterstützten bei Pflanzaktionen und waldpädagogischen Fortbildungen. Die Landeskirche stelle personelle Ressourcen bereit, verwalte Spenden und unterstütze die Ehrenamtlichen. Kirchengemeinden brächten eigene Mittel ein. Der Titel der Aktion sei von Joseph Beuys "7.000 Eichen" zur documenta 7 (1982) in Kassel inspiriert gewesen.
Alle Interessierten könnten sich an der Aktion "700.000 Bäume in sieben Jahren" beteiligen: Kirchengemeinden, Konfirmandengruppen, Kitas, Schulklassen, Umweltgruppen, aber auch Einzelpersonen, die einen gepflanzten Baum registrieren lassen wollen oder über ein Formular auf der Internetseite der EKKW einen Baum "verschenken"




