"Regionalgemeinden" als Brandbeschleuniger für Abwärtstrend?

Kreuz in Felsspalte kurz vorm dem Absturz
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Was hält Menschen in der Kirche? Die Kirche muss sparen, über das richtige "Wie" teilen sich die Meinungen.
Theologe Gäckle befürchtet
"Regionalgemeinden" als Brandbeschleuniger für Abwärtstrend?
Der Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell warnt vor einer Profillosigkeit der Kirchen durch immer größere Einheiten. Er setzt stattdessen auf mehr Eigenverantwortung vor Ort und auf eine stärkere Rolle des Ehrenamts.

Der Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell, Volker Gäckle, hat angesichts sinkender Kirchenmitgliederzahlen zu grundlegenden Veränderungen in den Landeskirchen aufgerufen. Ein einfaches "Weiter so" könne es wegen der massiven Folgen für Finanzen, Personal und Immobilien nicht geben, sagte er bei einer Veranstaltung des Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern (ABC) am Samstag im mittelfränkischen Gunzenhausen.

Gäckle begrüßte zwar, dass in den Kirchen inzwischen offener über die anstehenden Umbrüche gesprochen werde. Zugleich warnte der Theologe vor Reformmodellen, die auf immer größere kirchliche Einheiten setzen.

Die Bildung sogenannter Regionalgemeinden könne sich als "Brandbeschleuniger für den Abwärtstrend" erweisen, sagte er. Wenn unterschiedlich geprägte Gemeinden zusammengeführt würden, drohe am Ende Profillosigkeit.

Als Gegenmodell schlug Gäckle die "verantwortliche Ortsgemeinde" vor. Diese solle als Ehrenamtsgemeinde im Extremfall auch ohne Pfarrer bestehen können. Nötig sei eine Kultur der Ermöglichung statt der Entmündigung. Entscheidend sei, das geistliche Leben vor Ort zu stärken und den Gemeinden auch finanziell mehr Freiheit zu geben. Die Kirche Jesu lebe nicht von Strukturen, sondern von den biblischen Zusagen.