Schöner Rekord an der größten Geburtsklinik in Rheinland-Pfalz: Am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer haben Schwangere am 17. April 20 Kinder zur Welt gebracht. 14 Jungen und sechs Mädchen seien entbunden worden, teilten die Diakonissen mit. Wir haben Jule Schulte, eine der beiden Leitenden Hebammen, nach diesem Rekord ein paar fragen gestellt.
evangelisch.de: Ein Tag, 20 neue Erdenbürger. Wie haben die Teams im Diakonissen-Krankenhaus diesen besonderen Tag erlebt?
Jule Schulte: Wir freuen uns über jeden neuen Erdenbürger, der in Speyer geboren wird. Tage mit einer solchen Vielzahl an Babys bedeuten für die Teams natürlich auch Arbeiten auf Hochleistungsniveau. Das erfordert organisatorisches Talent – dabei aber auch einiges an Schokolade, um in den kurzen Pausen möglichst viel Energie zu gewinnen.
Sind solche "Rekordtage" die ganz große Ausnahme?
Jule Schulte: Wir berichten regelmäßig über die 1000., 2000. Und 3000. Geburt des Jahres sowie über das erste Baby im neuen Jahr. Die meisten Eltern freuen sich sehr, wenn sie mit ihrem Kind dabei sind, und beteiligen sich auch gerne an Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Für viele sind die Berichte über ihr Baby eine schöne Erinnerung fürs Familienalbum. 20 Geburten am Tag hatten wir bislang noch nicht. Im Schnitt kommen in unserem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer rund zehn Kinder pro Tag zur Welt.
Das Diakonissen-Krankenhaus ist die größte Geburtsklinik in Rheinland-Pfalz. Was macht Ihrer Meinung nach diesen Ort so besonders, dass sich hier so viele Familien für die Geburt ihrer Kinder entscheiden?
Jule Schulte: Als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe können wir jeder Gebärenden die für sie passende individuelle Geburtsbegleitung anbieten, von der spontanen Geburt bis zur Begleitung von Risikoschwangerschaften, Mehrlingsgeburten. Auch die bei uns tätigen Hebammenteams stellen die Wünsche der Gebärenden in den Mittelpunkt. Zum Perinatalzentrum gehört auch ein Kreißsaal-OP für Kaiserschnitte direkt neben dem Kreißsaalbereich, ein Gynäkologisches Zentrum zur ambulanten Begleitung schon vor der Geburt und die Abteilung für Pädiatrie und Neonatologie, in der auch Frühchen mit sehr geringem Geburtsgewicht spezialisiert versorgt werden können. Dies gibt zusätzliche Sicherheit. Trotz dieser Versorgungsqualität auf dem Niveau sehr großer Kliniken können wir eine Entbindung in familiärer und familienfreundlicher Atmosphäre bieten.
Ein solch fröhlicher Rekord ist doch fast schon ein Grund für ein kleines Fest! Gibt es Pläne, diesen Tag, vielleicht mit den Familien oder dem Team, nachträglich zu feiern?
Jule Schulte: Bislang ist keine Festlichkeit geplant. Gute Tradition im Haus ist die Geburtentafel in unserem Foyer, auf der sämtliche Babys des Tages namentlich aufgelistet sind. An ihr haben sich die beteiligten Familien sehr erfreut, sie haben sie stolz auch Freunden und Verwandten gezeigt. Teil eines solchen Rekords zu sein, ist doch etwas ganz Besonderes.





