Momo-Darstellerin Radost Bokel bekräftigte: Obwohl sie Deutschland liebe, müsse sie doch sagen: "Es ist leider oft ein Land der Neider und Nichtgönner."
"Ich wurde damals gemobbt, jeden Tag auf dem Weg zur Schule in der Straßenbahn. Sogar von Lehrern kamen abfällige Bemerkungen", schilderte Bokel ihre Erfahrungen aus den 80er Jahren.
Auf dem Pausenhof hätten sie Kinder nach Autogrammen gefragt, was ihr ganz unangenehm gewesen sei. "Und als ich ihnen dann widerwillig eins gab, zerrissen sie es vor meinen Augen über dem nächsten Mülleimer", sagte sie.
Lange als "Momo" bekannt
Irgendwann habe sie sich damit abgefunden. "Es war ja meine ganze Kindheit so, auch nach anderen Filmen. Ich war immer noch Momo für alle - jahrelang", sagte Bokel, die in Rodgau bei Frankfurt am Main wohnt. Der Film "Momo" geht auf das gleichnamige Buch von Michael Ende zurück. Schon vor 40 Jahren war Momo ein Bestseller, nicht nur für Kinder.


