Millionen unterzeichnen Petitionen für Böllerverbot

Plakat mit Böllerverbot
epd-bild/Hans Scherhaufer
Nach gravierenden Vorfällen zu Silvester fordern Millionen Menschen in einer Petition ein bundesweites privates Böllerverbot.
Unterschriften gegen Gewalt und Lärm
Millionen unterzeichnen Petitionen für Böllerverbot
Nach Gewalt gegen Rettungskräfte, zahlreichen Verletzungen und auch Toten bei Silvester-Feuerwerken hat die Debatte über ein Verbot weiter Fahrt aufgenommen.

Mehrere Millionen Menschen fordern aktuell in zwei Online-Petitionen ein Verbot privater Feuerwerke. Eine vom Berliner Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP) initiierte Petition auf der Plattform "innn.it" verzeichnete am Freitagnachmittag mehr als drei Millionen Unterschriften. Sie war nach GdP-Angaben 2023 nach schweren Angriffen auf Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr gestartet worden. Sie trägt den Titel "Bundesweites Böllerverbot, jetzt!".

Eine weitere von der Deutschen Umwelthilfe und dem Bündnis "#böllerciao" initiierte Petition kam laut Internetseite am Freitagnachmittag auf knapp 975.000 Unterstützer. Dem Bündnis gehört unter anderem auch der Bundesverband der Gewerkschaft der Polizei an. Die Petition laufe ebenfalls seit 2023, hieß es. Die Umwelthilfe will am Wochenende noch auf insgesamt mehr als eine Million Unterschriften kommen und diese am Montagvormittag am Bundesinnenministerium abgeben.

Verbot für den Privatgebrauch gefordert

Der Berliner GdP-Landesverband forderte als Initiator der bislang erfolgreicheren Petition Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf, die Petition persönlich entgegenzunehmen. Der Landesverband spricht sich unter anderem für ein generelles Verbot von Pyrotechnik für den Privatgebrauch aus. Als sichere Alternative soll es "organisierte, kontrollierte Veranstaltungen" geben.